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Schopfheim wählt am Sonntag: Drei Kandidaten wollen ins Rathaus

In Schopfheim steht eine wichtige politische Entscheidung bevor: Am Sonntag, 18. Oktober 2026, wählen die Bürgerinnen und Bürger ihren Bürgermeister. Drei Männer bewerben sich um das Amt: Amtsinhaber Dirk Harscher, Architekt und Stadtrat Thomas Kuri sowie der städtische Mitarbeiter Simon Richers. Die Wahl entscheidet darüber, wer die Stadt und ihre acht Ortsteile in den kommenden acht Jahren führen wird.

Dabei geht es um weit mehr als einen Wechsel an der Rathausspitze. Schopfheim steht vor großen Herausforderungen: Die Stadt muss ihre Finanzen stabilisieren, das Freibad sanieren, die medizinische Versorgung sichern und über die Zukunft des Krankenhausgeländes entscheiden. Auch die Entwicklung der Innenstadt, der Nahwärmeausbau, Schulen, Verkehr und die Bedürfnisse der Ortsteile spielen eine wichtige Rolle.

Die drei Bewerber bringen unterschiedliche berufliche Erfahrungen und politische Vorstellungen mit. Während Harscher seine bisherige Arbeit fortsetzen möchte, wirbt Kuri mit seiner kommunalpolitischen und beruflichen Erfahrung für neue Schwerpunkte. Richers setzt auf Sicherheit, klare Entscheidungen und eine bürgernahe Verwaltung.

Diese drei Kandidaten stehen zur Wahl

Der Gemeindewahlausschuss hat drei Bewerbungen zugelassen. Auf dem amtlichen Stimmzettel stehen die Kandidaten in folgender Reihenfolge:

  1. Dirk Michael Harscher, Jahrgang 1970, amtierender Bürgermeister
  2. Thomas Kuri, Jahrgang 1976, Architekt
  3. Simon Richers, Jahrgang 1976, Beschäftigter im Gemeindevollzugsdienst

Alle drei wohnen in Schopfheim.

Die Reihenfolge entspricht dem Eingang der Bewerbungen und ist keine politische Rangfolge.


Dirk Harscher: Der Amtsinhaber will weitermachen

Dirk Harscher ist seit dem 2. Januar 2019 Bürgermeister von Schopfheim. Der 56-Jährige wurde am 16. Mai 1970 in Schopfheim geboren und wuchs im Ortsteil Langenau auf. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Vor seiner Zeit im Rathaus arbeitete Harscher im Bankwesen. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann übernahm er bei der VR Bank Schopfheim verschiedene Führungsaufgaben, unter anderem in der Privatkundenberatung. Außerdem war er Betriebsratsvorsitzender.

Seit 1985 engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Langenau. Auch im örtlichen Vereinsleben war er aktiv, unter anderem als Mitgründer des Tennisclubs Langenau.

Harscher tritt mit dem Motto „Stark für Schopfheim. Gemeinsam erfolgreich. Gemeinsam weiter.“ zur Wiederwahl an.

Sein Wahlkampf stellt die Erfahrungen der vergangenen acht Jahre in den Mittelpunkt. Er möchte laufende Projekte fortführen, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt sichern und Schopfheim gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft weiterentwickeln.

Harscher verweist auf Projekte seiner Amtszeit

In seiner Wahlkampfbilanz nennt Harscher zahlreiche Vorhaben, die während seiner Amtszeit umgesetzt, begonnen oder vorbereitet wurden.

Dazu gehören unter anderem die Sanierung und Erweiterung von Kindertageseinrichtungen, der Abschluss des Roggenbachcampus, die Sanierung von Straßen, die Entwicklung des Nahwärmenetzes sowie Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz.

Auch die Sanierung des Marktplatzes, die Unterstützung von Vereinen und Kulturveranstaltungen sowie Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung führt er an.

Beim Freizeitbad verweist er auf den begonnenen Sanierungsprozess. Außerdem nennt er die Entwicklung des Krankenhausareals und die geplante Zusammenarbeit der Feuerwehren von Schopfheim und Maulburg als wichtige Zukunftsaufgaben.

Die genannten Vorhaben stammen aus Harschers eigener Wahlkampfbilanz. Sie umfassen sowohl abgeschlossene Maßnahmen als auch laufende und geplante Projekte.

Freibad: Wasserfläche erhalten

Ein zentrales Wahlkampfthema ist die Zukunft des Schopfheimer Freibads.

Harscher möchte das Bad als konventionelles Sport- und Familienbad mit chemisch-technischer Wasseraufbereitung sanieren. Sein Ziel ist, die bisherige Wasserfläche von rund 1.500 Quadratmetern zu erhalten.

Damit knüpft er an den Bürgerentscheid vom 8. März 2026 an.

Krankenhaus und medizinische Versorgung

Auch nach der geplanten Verlagerung der stationären Versorgung zum neuen Dreiland-Klinikum soll Schopfheim ein wichtiger medizinischer Standort bleiben.

Harscher möchte das Medizinische Versorgungszentrum am bisherigen Krankenhausstandort erhalten und weiterentwickeln. Außerdem setzt er auf die Fortführung des städtischen Förderprogramms zur Ansiedlung neuer Ärztinnen und Ärzte.

Das Krankenhausgelände soll nach seinen Vorstellungen unter Beteiligung der Bevölkerung zu einem neuen Stadtquartier entwickelt werden.

Schulen, Innenstadt und Wirtschaft

Zu Harschers Vorhaben gehören die Sanierung und der Mensaneubau an der Dr.-Max-Metzger-Grundschule sowie weitere Investitionen in Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Die Innenstadt möchte er als Einkaufs- und Begegnungsort stärken. Dazu gehören bessere Aufenthaltsmöglichkeiten, eine Weiterentwicklung des Wochenmarkts und gute Rahmenbedingungen für Gastronomie und Einzelhandel.

Auch die örtlichen Unternehmen sollen Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Harscher spricht sich für die Sicherung von Gewerbeflächen und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts aus.

Klimaschutz, Verkehr und Finanzen

Beim Klimaschutz setzt Harscher unter anderem auf mehr Grün und Schatten in der Innenstadt, einen klimaangepassten Waldumbau sowie Hochwasser- und Starkregenschutz.

Im öffentlichen Nahverkehr unterstützt er die Pläne, die Wiesentalbahn S6 langfristig auf einen ungefähren 15-Minuten-Takt zu verdichten.

Angesichts der angespannten kommunalen Haushalte will er Projekte stärker priorisieren, die interkommunale Zusammenarbeit ausbauen und sich gegenüber Bund und Land für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen einsetzen.


Thomas Kuri: Architekt und Stadtrat fordert neue Prioritäten

Thomas Kuri wurde am 4. Oktober 1976 in Schopfheim geboren. Der 50-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Er wuchs im elterlichen Holzbaubetrieb auf, studierte Architektur an der Fachhochschule Konstanz und arbeitete anschließend in mehreren Architekturbüros.

Seit 2009 ist Kuri selbstständig. Gemeinsam mit seiner Frau führt er ein Architekturbüro in Schopfheim. Daneben unterrichtet er seit 2023 an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach zu Themen wie nachhaltigem Bauen, Holzbau und Baukonstruktion.

Auch politisch bringt Kuri Erfahrung mit. Seit 2014 gehört er dem Schopfheimer Gemeinderat an. Seit 2024 ist er zudem Mitglied des Kreistags Lörrach.

Kuri war Vorsitzender der CDU-Fraktion im Gemeinderat. Nach eigenen Angaben lässt er den Fraktionsvorsitz und seine Funktionen im CDU-Stadtverband während seiner Bürgermeisterkandidatur ruhen.

Sein Wahlkampfmotto lautet „Hört zu, geht’s an!“.

Kuri möchte als Bürgermeister die Verwaltung modernisieren, kommunale Projekte stärker nach Kosten und Nutzen bewerten und die Bürger früher in Entscheidungen einbeziehen.

Mehr Transparenz und verbindliche Antworten

Ein Schwerpunkt seines Wahlprogramms ist die Arbeitsweise der Stadtverwaltung.

Kuri fordert klare Zuständigkeiten, verbindliche Rückmeldungen auf Bürgeranfragen und eine frühzeitige Kommunikation über größere Projekte, Baustellen und Einschränkungen.

Digitale Verwaltungsangebote sollen ausgebaut werden. Gleichzeitig möchte er persönliche Ansprechpartner erhalten, damit auch Menschen ohne digitale Kenntnisse Zugang zur Verwaltung haben.

Regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus und in den Ortsteilen gehören ebenfalls zu seinen Vorschlägen.

Krankenhausgelände: Nicht nur auf den Kaufpreis schauen

Besonders ausführlich beschäftigt sich Kuri mit der Zukunft des Krankenhausareals.

Er fordert vor grundlegenden Entscheidungen eine unabhängige Untersuchung des Gebäudebestands. Dabei sollen Sanierung, Erhalt, Teilabriss und Neubau anhand ihrer Kosten, ihrer Umweltfolgen und ihrer langfristigen Nutzungsmöglichkeiten verglichen werden.

Kuri möchte das Gelände nicht ausschließlich nach dem höchsten Kaufpreis vergeben. Stattdessen soll ein überzeugendes Entwicklungskonzept entscheidend sein.

Seine Vorstellung umfasst bezahlbare Wohnungen, medizinische und soziale Einrichtungen sowie Grünflächen und Begegnungsorte.

Auch gemeinnützige Träger wie Genossenschaften sollen bei der Entwicklung berücksichtigt werden.

Gesundheitsversorgung und Pflege

Kuri sieht die Sicherung der medizinischen Versorgung als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben Schopfheims.

Das bestehende Medizinische Versorgungszentrum am Krankenhaus soll erhalten bleiben. Zusätzlich möchte er prüfen lassen, ob dort auch hausärztliche Angebote entstehen können.

Die Stadt soll gemeinsam mit Landkreis, Ärzteschaft, Kliniken und weiteren Trägern dafür sorgen, dass medizinische Angebote auch nach der Verlagerung der stationären Krankenhausversorgung erreichbar bleiben.

Daneben setzt Kuri auf barrierefreie Wege, altersgerechtes Wohnen und eine stärkere Einbindung von Senioren- und Behindertenvertretungen.

Freibad: Bürgerentscheid umsetzen

Auch Kuri spricht sich für die Sanierung des Freibads als konventionelles Sport- und Familienbad aus.

Die bisherige Wasserfläche soll erhalten bleiben. Bei der Planung fordert er allerdings einen transparenten Vergleich verschiedener Varianten.

Dabei sollen nicht nur die Baukosten, sondern auch die späteren Betriebs-, Wartungs- und Sanierungskosten berücksichtigt werden.

Nahwärme: Wirtschaftlichkeit genauer prüfen

Beim Nahwärmeausbau setzt Kuri einen besonderen Schwerpunkt auf die Finanzierung.

Er unterstützt grundsätzlich die Klimaziele des Projekts, verlangt vor weiteren größeren Ausbauentscheidungen aber eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Dazu gehören die langfristigen Wärmepreise, die Anschlussquote, der Finanzierungsbedarf und ein Vergleich mit alternativen Heizsystemen wie Wärmepumpen.

Seine zentrale Forderung: Klimaschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssen zusammenpassen.

Verkehr: Innenstadt erreichbar halten

Kuri möchte Schopfheims Innenstadt für alle Verkehrsteilnehmer erreichbar halten.

Er spricht sich gegen eine vollständige Sperrung der Innenstadt aus. Stattdessen sollen Fußgänger, Radfahrer, Busnutzer und Autofahrer bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden.

Parkmöglichkeiten, Lieferverkehr, sichere Schulwege und barrierefreie Verbindungen gehören für ihn zusammen.

Auch problematische Parksituationen an Kreuzungen, Engstellen und Gehwegen möchte er systematisch überprüfen lassen.

Ortsteile stärker beteiligen

Eine Besonderheit seines Wahlprogramms ist die mögliche Einführung eines eigenen Ortschaftsrats für Fahrnau.

Kuri möchte ergebnisoffen prüfen, ob eine Ortschaftsverfassung mit Ortsvorsteher die politische Vertretung des Stadtteils verbessern könnte.

Darüber hinaus nennt er konkrete Anliegen aus den Ortsteilen: die Nahversorgung in Gersbach, Verkehrsprobleme in Raitbach, Vereinsräume in Eichen, die Anbindung von Kürnberg und die Zukunft des Markus-Pflüger-Heims in Wiechs.

Er möchte regelmäßig vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern sprechen und die Bearbeitung ihrer Anliegen nachvollziehbarer machen.

Schulen, Vereine und Stadtfinanzen

Kuri fordert einen verbindlichen Plan zur Umsetzung des Ganztagsanspruchs an Grundschulen. Dabei sollen Personal, Räume, Ferienbetreuung und Finanzierung gemeinsam betrachtet werden.

Für Vereine möchte er feste Ansprechpartner, einfachere Verwaltungsabläufe und regelmäßige Gespräche mit der Rathausspitze schaffen.

Bei den Stadtfinanzen setzt Kuri auf eine transparente Darstellung von Pflichtaufgaben, freiwilligen Leistungen, Schulden, Risiken und Folgekosten.

Größere Investitionen sollen nach seiner Vorstellung erst dann beschlossen werden, wenn Finanzierung und langfristige Belastungen ausreichend geklärt sind.

Städtisches Wuhr und Klimaanpassung

Ein weiteres Thema in Kuris Wahlprogramm ist das weitgehend trockene Städtische Wuhr.

Er möchte vor einer endgültigen Stilllegung prüfen lassen, ob und unter welchen Bedingungen wieder Wasser durch den historischen Wasserlauf fließen könnte.

Dabei sollen Denkmalschutz, Gewässerökologie, technische Möglichkeiten und Kosten berücksichtigt werden.

Darüber hinaus setzt Kuri auf den Schutz alter Bäume, mehr Schatten in der Innenstadt, Regenwasserrückhalt und nachhaltiges Bauen.


Simon Richers: Sicherheit, frischer Wind und klare Entscheidungen

Simon Richers wurde am 23. Februar 1976 in Northeim geboren. Der 50-Jährige arbeitet seit 2025 bei der Stadt Schopfheim im Gemeindevollzugsdienst, in der Fachgruppe Sicherheit und Ordnung.

Nach eigenen Angaben absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Forstwirt und war anschließend mehrere Jahre in der Industrie tätig.

Seine beruflichen Erfahrungen und der direkte Kontakt mit den Menschen in Schopfheim hätten ihn zu seiner Kandidatur motiviert.

Richers wirbt unter dem Motto „Neue Richtung für Schopfheim“ um Stimmen. Seine Wahlkampfbotschaft lautet: „Sicherheit, die trägt. Ideen, die bewegen.“

In seinem veröffentlichten Kandidatenporträt stellt er fünf Schwerpunkte vor: Sicherheit, frische Ideen, Mut, Bürgernähe und eine schlankere Verwaltung.

Sicherheit im Alltag

Richers möchte nach eigener Darstellung für eine Sicherheit sorgen, die im Alltag spürbar ist – sowohl zu Hause als auch unterwegs und mit Blick auf die Zukunft der Stadt.

Seine Arbeit im Gemeindevollzugsdienst bringt ihn bereits heute mit Fragen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Kontakt.

Welche konkreten zusätzlichen Maßnahmen er als Bürgermeister in diesem Bereich umsetzen würde, geht aus dem vorliegenden Kandidatenporträt allerdings nicht hervor.

Neue Ideen und pragmatische Lösungen

Richers kündigt an, frischen Wind ins Rathaus bringen zu wollen.

Er setzt auf neue Ideen und praktische Lösungen für künftige Herausforderungen. Außerdem wirbt er dafür, Probleme entschlossen anzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

Dabei betont er, dass Entscheidungen nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt werden müssten.

Bürgernähe und Verwaltung

Ein weiteres Anliegen von Richers ist der direkte Kontakt zur Bevölkerung.

Er wirbt für ein offenes Ohr, kurze Wege und ehrliche Antworten.

In der Verwaltung möchte er Abläufe verschlanken, Zuständigkeiten klarer regeln und Entscheidungen beschleunigen.

Zu größeren kommunalen Projekten wie der Freibadsanierung, dem Krankenhausareal, dem Nahwärmeausbau oder den Stadtfinanzen enthält das vorliegende Kandidatenporträt keine vergleichbar detaillierten Aussagen.

Das bedeutet nicht, dass Richers zu diesen Themen keine Positionen hat. Sie sind lediglich in den hier vorliegenden Unterlagen nicht näher ausgeführt.


Was die drei Bewerber unterscheidet

Alle drei Kandidaten stellen Bürgernähe und die Weiterentwicklung Schopfheims in den Mittelpunkt. Die Schwerpunkte und der Umfang ihrer veröffentlichten Programme unterscheiden sich jedoch.

Dirk Harscher wirbt vor allem mit seiner bisherigen Amtsführung und der Fortsetzung bereits angestoßener Projekte. Er setzt auf Kontinuität, seine Verwaltungserfahrung und die Zusammenarbeit mit bestehenden kommunalen Strukturen.

Thomas Kuri legt ein umfangreiches Wahlprogramm mit zahlreichen konkreten Vorschlägen vor. Er betont besonders die Kontrolle langfristiger Kosten, die Modernisierung der Verwaltung, die Entwicklung des Krankenhausgeländes und die Beteiligung der Ortsteile.

Simon Richers stellt in seinem Kandidatenporträt Sicherheit, Bürgernähe, neue Ideen und schnellere Verwaltungsentscheidungen in den Vordergrund. Sein öffentlich dargestelltes Profil ist in den vorliegenden Materialien deutlich kürzer als die Programme der beiden Mitbewerber.

Freibad, Krankenhaus und Finanzen als wichtige Wahlthemen

Bei mehreren zentralen Zukunftsfragen sind Unterschiede erkennbar.

Beim Freibad wollen sowohl Harscher als auch Kuri die bisherige Wasserfläche erhalten. Kuri betont zusätzlich den Vergleich langfristiger Kosten verschiedener Sanierungsvarianten.

Beim Krankenhausgelände wollen beide eine Weiterentwicklung des Standorts. Kuri formuliert darüber hinaus konkrete Anforderungen an eine unabhängige Bestandsprüfung und die Auswahl möglicher Investoren.

Bei den Stadtfinanzen wollen beide die kommunale Handlungsfähigkeit erhalten. Harscher setzt auf die Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung und eine bessere Finanzierung der Kommunen durch Bund und Land. Kuri fordert besonders transparente Kosten- und Risikobewertungen vor neuen Investitionen.

Richers formuliert in seinem Kandidatenporträt vor allem den Anspruch, die Verwaltung effizienter zu machen. Zu diesen einzelnen Großprojekten liegen aus dem verwendeten Material keine detaillierten Aussagen vor.


So funktioniert die Bürgermeisterwahl am 18. Oktober

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, sind die Wahllokale in Schopfheim von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Stadt ist in 20 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt. Welches Wahllokal zuständig ist, steht auf der Wahlbenachrichtigung.

Wahlberechtigt sind grundsätzlich Deutsche und Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedstaaten, die mindestens 16 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten in Schopfheim wohnen und die weiteren gesetzlichen Wahlvoraussetzungen erfüllen.

Jeder hat eine Stimme

Auf dem Stimmzettel stehen Dirk Michael Harscher, Thomas Kuri und Simon Richers.

Jede wahlberechtigte Person hat eine Stimme. Sie kann einen der aufgeführten Bewerber eindeutig kennzeichnen.

Eine Besonderheit der Bürgermeisterwahl: Es ist auch möglich, eine andere wählbare Person in die dafür vorgesehene freie Zeile einzutragen. Diese muss so genau bezeichnet werden, dass ihre Identität zweifelsfrei feststeht.

Das bloße Durchstreichen der übrigen Bewerber reicht nicht als gültige Kennzeichnung.

Zur Wahl sollten die Wahlbenachrichtigung und ein gültiger Ausweis mitgebracht werden.

Briefwahl muss rechtzeitig eingehen

Wer Briefwahl nutzt, muss darauf achten, dass der Wahlbrief spätestens am Sonntag, 18. Oktober, um 18 Uhr bei der zuständigen Stelle eingeht.

Entscheidend ist der tatsächliche Eingang und nicht der Zeitpunkt des Versands.

Wer einen gültigen Wahlschein besitzt, kann alternativ auch in einem beliebigen Wahlbezirk der Stadt persönlich wählen.


Wann stehen die Wahlergebnisse fest?

Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr beginnt die Auszählung.

Die Stadt Schopfheim lädt Interessierte ein, die Bekanntgabe der Ergebnisse gemeinsam in der Stadthalle zu verfolgen.

Die Türen öffnen bereits um 17:45 Uhr. Durch den Abend führt der Technische Beigeordnete Thomas Schmitz, der die eingehenden Ergebnisse vorstellen wird.

Mit den ersten Ergebnissen rechnet die Stadt gegen 18:30 Uhr. Das vorläufige Endergebnis könnte voraussichtlich gegen 19 Uhr vorliegen. Die tatsächlichen Zeiten hängen vom Verlauf der Auszählung ab.

Für die musikalische Begleitung sorgt die Stadtmusik Schopfheim. Die Bewirtung übernimmt die Narrenzunft.

Wer nicht in die Stadthalle kommen möchte, kann die Ergebnisse auch online verfolgen. Die Stadt will ihre Ergebnisseite am Wahlabend ab 18 Uhr freischalten.

Die Informationen sind unter www.schopfheim.de abrufbar.


Wann kommt es zur Stichwahl?

Damit einer der Kandidaten bereits am 18. Oktober gewinnt, muss er mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen erhalten.

Erreicht keiner der Bewerber diese absolute Mehrheit, kommt es zu einer Stichwahl.

Diese ist für Sonntag, 8. November 2026, vorgesehen. Dann treten grundsätzlich die beiden Personen gegeneinander an, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

In der Stichwahl gewinnt, wer die meisten gültigen Stimmen bekommt.

Damit könnte die Entscheidung über die künftige Rathausspitze entweder bereits am 18. Oktober oder erst drei Wochen später fallen.


Eine Wahl mit Folgen für die kommenden Jahre

Der Bürgermeister ist nicht nur Repräsentant der Stadt. Er leitet die Verwaltung, führt den Vorsitz im Gemeinderat und ist an der Vorbereitung und Umsetzung wichtiger kommunaler Entscheidungen beteiligt.

Viele der derzeit diskutierten Projekte werden Schopfheim über Jahre beschäftigen. Dazu gehören die Sanierung des Freibads, die Zukunft des Krankenhausgeländes, Investitionen in Schulen und Kindertageseinrichtungen, die medizinische Versorgung, der Nahwärmeausbau und der Umgang mit den angespannten Stadtfinanzen.

Mit ihrer Stimme entscheiden die Schopfheimerinnen und Schopfheimer darüber, welcher der drei Bewerber diese Aufgaben künftig an der Rathausspitze begleiten und gestalten soll.


Quellen: Stadt Schopfheim, öffentliche Bekanntmachung der zugelassenen Bewerbungen vom 30. September 2026; öffentliche Bekanntmachung zur Durchführung der Bürgermeisterwahl vom 3. September 2026; Stadtnachricht zur Bürgermeisterwahl vom 13. Oktober 2026; offizielle Wahlseite der Stadt Schopfheim; Wahlkampfseiten und Kandidateninformationen von Dirk Harscher (dirk-harscher.de), Thomas Kuri (thomas-kuri.de) und Simon Richers (Instagram, Kandidatenporträt „Neue Richtung für Schopfheim“).

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