Im CAP-Markt in Denzlingen arbeiten 18 Menschen, 40 Prozent von ihnen mit Beeinträchtigung. Der vor einem Jahr eröffnete Supermarkt verbindet damit die Nahversorgung vor Ort mit Arbeitsplätzen für Menschen mit und ohne Behinderung. Am Montag besuchte die Landes-Behindertenbeauftragte Nora Welsch den Markt.
Der CAP-Markt besteht seit Oktober 2025 und ist der erste seiner Art im Landkreis Emmendingen. Betrieben wird er von der Lebenshilfe Breisgau Arbeit gGmbH, die auch CAP-Märkte in Pfaffenweiler und Bad Krozingen führt.
Der Denzlinger Markt ist rund 700 Quadratmeter groß und barrierearm gestaltet. Dazu gehören breite Gänge, niedrigere Regale, eine automatische Schiebetür und ein unterfahrbarer Warentisch. Die Beschäftigten übernehmen je nach ihren individuellen Fähigkeiten unterschiedliche Aufgaben, beispielsweise an der Kasse oder beim Einräumen der Regale. Gleichzeitig können sie sich beruflich weiterqualifizieren.
Ein besonderes Angebot gibt es donnerstags von 10 bis 12 Uhr: Während der „Stillen Stunde“ werden die Musik leiser und das Licht gedimmt. Das soll insbesondere Menschen mit sensorischen Beeinträchtigungen das Einkaufen erleichtern.
Nach Angaben des Landratsamts entsprechen Sortiment und Preise denen von Edeka. Übrig gebliebene Lebensmittel werden nach Möglichkeit weitergegeben, für den Mittagstisch genutzt oder verschenkt.
Der Besuch der Landes-Behindertenbeauftragten war von den Behindertenbeauftragten des Landkreises Emmendingen organisiert worden. Im Mittelpunkt stand die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Bundesweit gibt es nach Angaben des Landratsamts inzwischen 104 CAP-Märkte mit rund 1.555 Beschäftigten. Etwa 850 von ihnen sind Menschen mit Beeinträchtigung.
Bild: Landratsamt Emmendingen

