Nach den Vorfällen beim Fußball-Derby zwischen dem Bahlinger SC und dem FC 08 Villingen am 5. September sehen beide Vereine den Vorwurf rassistischer Beschimpfungen als nicht erhärtet an. Zwei Zuschauer räumten nach Angaben der Clubs ein, Villingens Torhüter Andrea Hoxha beschimpft zu haben, bestritten jedoch rassistische Äußerungen.
Während der zweiten Halbzeit im Kaiserstuhlstadion waren entsprechende Vorwürfe aufgekommen. Der Bahlinger SC versuchte nach eigener Darstellung anschließend, die beteiligten Zuschauer zu ermitteln. Zwei Personen meldeten sich selbst bei der Vereinsführung, räumten Beschimpfungen gegenüber Hoxha ein und bedauerten diese.
Einer der Zuschauer bot nach Angaben der Vereine zudem an, sich persönlich bei Hoxha zu entschuldigen. Der Torhüter erklärte nun, er habe die Äußerungen während des Spiels als gegen seine ausländische Herkunft gerichtet wahrgenommen. Gleichzeitig räumte er ein, in der Situation sehr emotional reagiert zu haben. Er bedankte sich beim Bahlinger SC für dessen Bemühungen um die Aufklärung.
Unterschiedliche Wahrnehmungen des Vorfalls
Bahlinger SC und FC 08 Villingen erklären gemeinsam, dass sich der Vorwurf rassistischer Beschimpfungen aufgrund der unterschiedlichen Aussagen und Wahrnehmungen nicht erhärten lasse. Damit geben die Vereine eine gemeinsame Bewertung ihrer internen Aufarbeitung wieder.
Unabhängig davon verurteilen beide Clubs Beschimpfungen und werben für einen respektvollen Umgang im Stadion und auf dem Spielfeld. Die Vereine betrachten den Konflikt nach ihrer gemeinsamen Aufarbeitung als ausgeräumt.







