Der Künstler und Filmemacher Basim Magdy erhält den Preis der Helmut-Kraft-Stiftung 2026. Mit der Auszeichnung kommt seine interaktive Installation „PINGPINPOOLPONG, oder Wie ich lernte, über Fehler zu lachen“ dauerhaft in die Sammlung vom Museum für Neue Kunst in Freiburg.
Das Werk ist derzeit in der Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ zu sehen. Nach der Preisvergabe geht es als Schenkung an das Museum über.
Bei „PINGPINPOOLPONG“ handelt es sich um ein ungewöhnliches Tischtennisspiel. Die Spielfläche besitzt Löcher wie beim Billard, hinzu kommen austauschbare Hindernisse. Dadurch wird der Ball immer wieder in unerwartete Richtungen gelenkt und ein Spiel nach den gewohnten Regeln nahezu unmöglich.
Die Installation soll Besucher dazu bringen, gemeinsam zu spielen und Zufälle sowie Fehler als Teil des Spiels zu akzeptieren. Das Museum erweitert seine Sammlung damit um eine weitere raumgreifende Arbeit, bei der das Publikum selbst einbezogen wird.
Werke in New York, Paris und Turin
Basim Magdy wurde 1977 geboren und lebt in Basel. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und befinden sich nach Angaben der Stadt Freiburg unter anderem in den Sammlungen vom Museum of Modern Art in New York, vom Centre Pompidou in Paris und vom Castello di Rivoli in Turin. 2016 wurde er von der Deutschen Bank als „Artist of the Year“ ausgezeichnet.
Die Helmut-Kraft-Stiftung wurde 1985 gegründet und vergibt jährlich einen Kunstpreis. Zu früheren Preisträgern zählen unter anderem Hans Haacke, Rosemarie Trockel und Anselm Kiefer. Bereits 2023 war mit einer Auszeichnung der Ankauf eines Werks für das Museum für Neue Kunst verbunden.
Bild: Patrick Seeger, Stadt Freiburg







