Das Kreiskrankenhaus in der ukrainischer Projektpartnerstadt von Waldkirch, Korjukiwka, erhält rund 53.000 Euro für neue medizinische Geräte. Die Förderung kommt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), den Antrag dafür hat die Stadt Waldkirch gestellt.
Das Krankenhaus versorgt nach Angaben der Stadt rund 150.000 Menschen aus der Region sowie etwa 10.000 Menschen, die aufgrund des Krieges dorthin geflohen sind. Korjukiwka liegt in der Region Tschernihiw. Die medizinische Versorgung werde unter anderem durch lange Luftalarmphasen und Schäden am Stromnetz erschwert.
Mit dem Fördergeld sollen mehrere medizinische Geräte angeschafft werden. Dazu gehört ein optischer Kohärenztomograf, kurz OCT. Mit dem Gerät können unter anderem Netzhaut und Sehnerv untersucht werden. Nach Angaben der Stadt soll es insbesondere auch bei der Untersuchung von Menschen mit kriegsbedingten Augenverletzungen helfen.
Außerdem erhält das Krankenhaus Geräte zur Reinigung und sterilen Lagerung flexibler Endoskope. Ein elektrischer Treppensteiger soll Menschen mit Gehbeeinträchtigungen den Zugang zu Untersuchungsräumen erleichtern.
Geräte werden in der Ukraine gekauft
Die benötigten Geräte sollen direkt bei Unternehmen und Lieferanten in der Ukraine beschafft werden. Damit entfallen Transporte aus Deutschland.
Das BMZ unterstützt deutsch-ukrainische kommunale Partnerschaften über verschiedene Förderangebote. Dazu gehören auch finanzielle Mittel für konkrete Projekte der Partnerkommunen.
Waldkirchs Oberbürgermeister Michael Schmieder sieht in der Förderung eine Möglichkeit, Korjukiwka trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt konkret zu unterstützen. Zugleich soll das Projekt die Zusammenarbeit zwischen beiden Kommunen weiter stärken.







