Facade of the Augustiner Museum building with beige entry, large glass windows, and a vertical exhibition banner on the left against a blue sky.
FREIBURG

Freiburg: Holocaust-Überlebende Eva Weyl zu Gast am 29. September

Die Holocaust-Überlebende Eva Weyl kommt nach Freiburg. Am Dienstag, 29. September, spricht die 1935 geborene Zeitzeugin im Augustinermuseum über die Verfolgung ihrer Freiburger Familie und ihre eigenen Erfahrungen während der NS-Zeit. Die Veranstaltung ist bereits vollständig ausgebucht.

Weyl wurde im niederländischen Arnheim geboren. Ihre Mutter Margot Wolff stammte aus Freiburg, ihr Großvater Willy Wolff war Direktor einer Freiburger Bank. Unter den Nationalsozialisten wurde die jüdische Familie verfolgt und im Januar 1942 im Lager Westerbork interniert.

Von Westerbork aus wurden insgesamt 107.000 Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager im Osten deportiert. Fast alle wurden ermordet. Eva Weyl und ihre Familie entgingen nach Angaben der Stadt mehrfach einer Deportation und wurden im April 1945 befreit. Ihr Großvater überlebte zwei Konzentrationslager und kehrte 1947 nach Freiburg zurück.

Geschichte an junge Menschen weitergeben

Seit fast 20 Jahren spricht Eva Weyl regelmäßig mit Jugendlichen über ihre Geschichte. Ihr Anliegen ist es, nachfolgende Generationen zu sogenannten Zweitzeugen zu machen, die die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden weitertragen.

Auf Einladung vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus und vom Verein „Zweitzeugen“ erzählt sie ihre Geschichte nun in Freiburg. Der Vortrag beginnt am 29. September um 19.30 Uhr im Freundeskreis-Auditorium vom Augustinermuseum.

Weitere Plätze gibt es nicht mehr: Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

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