(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Nadyne Saint-Cast MdL, Niklas Nüssle MdL
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Der geplante Ausbau der Rheintalbahn könnte den Bahnverkehr rund um Freiburg über Jahre erheblich beeinträchtigen. Wie der Hauptbahnhof in Freiburg während der Bauphase erreichbar bleiben soll, ist nach Angaben der Grünen-Landtagsabgeordneten Nadyne Saint-Cast und Niklas Nüssle bislang nicht entschieden. Auch belastbare Angaben zu Sperrungen, Bauzeiten und Ersatzverkehr liegen demnach noch nicht vor.
Die Abgeordneten berufen sich auf eine Antwort vom baden-württembergischen Verkehrsministerium. Demnach soll erst in weiteren Planungsphasen genauer untersucht werden, ob während des laufenden Bahnbetriebs gebaut werden kann oder Teil- beziehungsweise Vollsperrungen notwendig werden.
Nach den bislang betrachteten Varianten könnte eine Bauweise mit nur einem verfügbaren Gleis mehr als zehn Jahre Einschränkungen bedeuten. Eine Vollsperrung könnte die Bauzeit verkürzen, hätte dafür aber erhebliche Folgen für den Nahverkehr und würde umfangreichen Schienenersatzverkehr erforderlich machen.
Breisacher Bahn als mögliche Umleitung
Eine wichtige Rolle könnte deshalb die Breisacher Bahn übernehmen. Sie könnte als Umleitungsstrecke zum Freiburger Hauptbahnhof dienen. Nach der von den Abgeordneten veröffentlichten Antwort vom Verkehrsministerium ist die eingleisige Strecke allerdings bereits vollständig ausgelastet. Schon ein zusätzlicher Zug würde derzeit dazu führen, dass eine S-Bahn entfallen müsste.
Für entsprechende Umleitungen sei ein Ausbau deshalb „unausweichlich“. Zusätzlich müsste das Gleisvorfeld vom Freiburger Hauptbahnhof angepasst werden, damit über die Breisacher Bahn kommende Züge geeignete Bahnsteige für den Fernverkehr erreichen können.
Bei der sogenannten Variante 5 hält das Verkehrsministerium nach Angaben der Abgeordneten einen zweigleisigen Ausbau der Breisacher Bahn für erforderlich. Dadurch könnte der Freiburger Hauptbahnhof während der Arbeiten aus mindestens einer Richtung erreichbar bleiben. Auch der Fernverkehr sowie möglichst der RE7 könnten dann über die Breisacher Bahn nach Freiburg geführt werden.
Saint-Cast und Nüssle fordern deshalb, mögliche Lösungen frühzeitig zu planen. Nach den von Saint-Cast genannten Zahlen nutzen täglich mehr als 30.000 Menschen den Nahverkehr zwischen Denzlingen und Freiburg sowie rund 20.600 zwischen Freiburg und Schallstadt.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)






