(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl
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Rund 29 Hektar städtische Böschungsflächen in Vogtsburg sollen zu Ersatzlebensräumen für Zauneidechsen entwickelt werden. Die Flächen braucht die Deutsche Bahn als artenschutzrechtlichen Ausgleich für den Ausbau der Rheintalbahn und den Tunnel Offenburg. Der Gemeinderat soll laut Vorlage der Bereitstellung am Dienstag, 15. September, zustimmen.
Hintergrund ist der Planfeststellungsabschnitt Appenweier–Hohberg. Durch das Bahnprojekt gehen Lebensräume verloren, die ausgeglichen werden müssen. Weil im näheren Umfeld des Bauvorhabens nicht genügend geeignete Flächen zur Verfügung stehen, hat die DB InfraGO auch weiter entfernte Standorte untersucht.
Dabei wurden Böschungsflächen im Eigentum der Stadt Vogtsburg als geeignet eingestuft. Die Grundstücke bleiben vollständig Eigentum der Stadt. Umsetzung und fachliche Begleitung der Naturschutzmaßnahmen übernimmt die DB InfraGO beziehungsweise von ihr beauftragte Fachunternehmen.
Mindestens 500 Rückzugsorte geplant
Auf den insgesamt rund 29 Hektar sollen strukturreiche und halboffene Lebensräume entstehen. Dafür sind unter anderem eine gezielte Gehölzpflege, die teilweise Entfernung dichter Brombeerbestände und eine abschnittsweise Mahd vorgesehen. Artenarme Bereiche sollen mit regionalem Saatgut aufgewertet werden.
Zusätzlich sollen mindestens 500 Haufen aus Gehölzschnitt entstehen. Sie bieten den Zauneidechsen Deckung und Rückzugsmöglichkeiten und sollen regelmäßig erneuert werden. Alte Rebstöcke sollen dafür ausdrücklich nicht verwendet werden, um eine mögliche Verbreitung von Rebkrankheiten zu verhindern.
Vorhandene Böschungen, Hecken, Gehölzgruppen und Saumbereiche sollen soweit möglich erhalten und weiterentwickelt werden. Ziel sind geeignete Sonnenplätze sowie Rückzugs-, Eiablage- und Überwinterungsmöglichkeiten.
Eidechsen sollen später umgesiedelt werden
Die Entwicklung erfolgt schrittweise. Erst wenn auf den Vogtsburger Flächen geeignete Vegetations- und Lebensraumstrukturen entstanden sind, können Zauneidechsen aus den vom Bahnprojekt betroffenen Bereichen dorthin gebracht werden. Die Entwicklung und Wirksamkeit der Ausgleichsmaßnahme soll anschließend fachlich kontrolliert werden.
Die Einzelheiten sollen Stadt und DB InfraGO in einer Vereinbarung festlegen. Für Vogtsburg ist nach der Gemeinderatsvorlage keine Finanzierung vorgesehen.
Der Gemeinderat beschäftigt sich am Dienstag außerdem unter anderem mit der Tourismussaison 2025/26, dem Neubau der Kinderbetreuung in Oberrotweil und der Schulsozialarbeit an der Wilhelm-Hildenbrand-Schule.








