(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa Baden-Württemberg
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Zum Start des neuen Schuljahres am Montag, 14. September, verstärken Polizei und Kommunen in Baden-Württemberg ihre Maßnahmen für sichere Schulwege. Hintergrund sind auch gestiegene Unfallzahlen: 2025 registrierte die Polizei landesweit 415 Schulwegunfälle – 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei diesen Unfällen wurden 382 Schülerinnen und Schüler leicht und 43 schwer verletzt. Eine Schülerin kam ums Leben. Als Schulwegunfälle erfasst die Statistik Unfälle von Schülerinnen und Schülern zwischen sechs und 17 Jahren, die als aktive Verkehrsteilnehmer auf dem Weg zur oder von der Schule verletzt oder getötet wurden.

Besonders deutlich stieg 2025 die Zahl der Schwerverletzten. Sie erhöhte sich gegenüber 2024 von 35 auf 43 und damit um 22,9 Prozent. Die Zahl der leicht verletzten Schülerinnen und Schüler stieg von 339 auf 382.

Mehr Kontrollen rund um Schulen

Mit der landesweiten Aktion „Sicherer Schulweg“ wollen Polizei und Kommunen zum Schuljahresbeginn gezielte Schwerpunkte im Umfeld von Schulen setzen. Welche Maßnahmen ergriffen werden, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Ergänzend sollen Banner, Plakate und Veranstaltungen für mehr Rücksicht auf Kinder im Straßenverkehr sensibilisieren.

Das Innenministerium weist darauf hin, dass Kinder Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht so zuverlässig einschätzen können wie Erwachsene. Wegen ihrer geringeren Körpergröße werden sie zudem leichter übersehen. Besonders an Kreuzungen, Einmündungen, Ampeln und Fußgängerüberwegen sollten Eltern deshalb das richtige Verhalten mit ihren Kindern üben.

Auch Sichtbarkeit spielt mit den zunehmend kürzeren Tagen eine Rolle. Helle Kleidung, reflektierende Elemente an Jacken und Schulranzen sowie eine funktionierende Beleuchtung an Fahrrädern oder Tretrollern können dazu beitragen, dass Kinder früher erkannt werden.

Elterntaxis möglichst vermeiden

Eltern empfiehlt das Ministerium, morgens ausreichend Zeit einzuplanen und Kinder schrittweise an einen selbstständigen Schulweg heranzuführen. Nach Möglichkeit sollten Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gemeinsam mit anderen Kindern zur Schule kommen.

Ist die Fahrt mit dem Auto notwendig, sollen Eltern vorhandene Hol- und Bringzonen nutzen und die Kinder die letzten Meter zu Fuß gehen lassen.

Die Aktion „Sicherer Schulweg“ wird gemeinsam vom Innen-, Verkehrs- und Kultusministerium getragen. Beteiligt sind unter anderem Polizei, Kommunen und Verkehrswachten.

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