Lörrach stellt am Samstag, 19. September, die Demokratie in den Mittelpunkt. Beim zwölften Tag der Demokratie erinnern Stadt und zahlreiche Partner an die Ausrufung der Republik im Jahr 1848. Höhepunkt ist die Revolutionsrede des früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Gleichzeitig startet ein Veranstaltungsprogramm, das bis Dezember reicht.

Anders als bisher orientiert sich der Aktionstag künftig nicht mehr zwingend am historischen Datum 21. September, sondern findet jeweils am Samstag davor oder danach statt. Damit soll die Veranstaltung besser erreichbar sein, ohne den Bezug zur Badischen Revolution zu verlieren.

Los geht es am 19. September um 13 Uhr auf dem Alten Markt mit dem „Platz für Demokratie“. Vereine und Initiativen bieten Informationen, Spiele und Möglichkeiten zum Mitmachen. Um 14.30 Uhr folgt eine Performance vom jungen Spielzeitteam des Theaters Tempus fugit. Um 15 Uhr führt Hubert Bernnat auf dem StadtWeg Demokratiegeschichte durch die Innenstadt und legt den Schwerpunkt auf die soziale Demokratie.

Republikausruf von 1848 wird nachgespielt

Um 17 Uhr wird ein zentraler Moment der Lörracher Geschichte szenisch nachgestellt: Am 21. September 1848 hatten Gustav Struve und Markus Pflüger in Lörrach die Republik ausgerufen. Schauspieler lassen die damaligen Ereignisse auf dem Alten Markt wieder aufleben.

Anschließend hält Norbert Lammert, von 2005 bis 2017 Präsident des Deutschen Bundestages, die diesjährige Lörracher Revolutionsrede. Der Grundschulchor „Hauinger Fledermäuse“ begleitet das gemeinsame Singen von „Die Gedanken sind frei“. Danach gibt es eine Revolutionssuppe mit oder ohne Wurst.

Ab 20 Uhr endet der Tag mit einer Silent Disco im Hof vom Nellie Nashorn. Über Kopfhörer stehen drei Musikrichtungen zur Auswahl. Bei Regen zieht die Veranstaltung ins Gebäude um.

Demokratieprogramm läuft bis Dezember

Rund um den Aktionstag folgen weitere Veranstaltungen. Das Dreiländermuseum eröffnet bereits am 18. September die Ausstellung „Zuhause – unterwegs. Was Menschen bewegt“. Vom 24. September bis 5. Oktober macht außerdem die Wanderausstellung „ToleranzRäume“ auf dem Alten Markt Station.

Am 2. Oktober beteiligt sich Lörrach zum zweiten Mal nach 2024 an der „Langen Nacht der Demokratie“. Ab 17 Uhr sind in der Innenstadt unterschiedliche Diskussions- und Beteiligungsformate geplant. Wieder dabei ist das kommunalpolitische Gespräch beim Friseur, das von 17.30 bis 22 Uhr angeboten wird.

Insgesamt reicht das Demokratieprogramm bis Dezember und umfasst unter anderem Ausstellungen, Diskussionen, Workshops, Theater, Comedy, Konzerte, Poetry Slam und Angebote für Jugendliche und Schulen.

Bild: Stadt Lörrach, Kornelia Schiller

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