(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
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Das Regierungspräsidium Freiburg hat den Weg für ein Geothermie-Projekt bei Hartheim freigemacht. Die Erdwärme Breisgau GmbH & Co. KG darf zwei bis zu 3.300 Meter tiefe Erkundungsbohrungen durchführen. Ziel ist es, das Potenzial von Erdwärme im Untergrund zu untersuchen und langfristig erneuerbare Wärme für Freiburg bereitzustellen.

Der Bohrplatz entsteht an der Autobahn A5 auf Höhe des Parkplatzs Hardt. Nach Angaben vom Regierungspräsidium soll der Bau über den Winter erfolgen. Die Bohrarbeiten sollen Mitte kommenden Jahres beginnen.

Das Projekt gilt als Pilotvorhaben für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Sollte in ausreichender Menge heißes Wasser gefunden werden, könnte die Energie künftig über eine Fernwärmeleitung nach Freiburg transportiert werden.

Das Regierungspräsidium betont, dass die Genehmigung erst nach einem umfangreichen Prüfverfahren erteilt wurde. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Schutz vom Grundwasser und auf der Vermeidung möglicher Erdbeben, die durch die Bohrungen ausgelöst werden könnten.

Nach Angaben der Behörde sind auf Grundlage der Planungen und eines verbindlich vorgeschriebenen seismischen Überwachungsprogramms keine Erdbebenschäden zu erwarten. Fachlich beraten wurde das Regierungspräsidium dabei vom Landesforschungszentrum Geothermie am Karlsruher Institut für Technologie.

Mit der jetzigen Genehmigung dürfen der Bohrplatz gebaut, die beiden Erkundungsbohrungen durchgeführt und erste Testarbeiten vorgenommen werden. Für einen späteren Regelbetrieb oder weitere Testphasen sind allerdings zusätzliche Genehmigungen erforderlich.

UPDATE 11:30 Uhr:

Parallel dazu haben Badenova und Herrenknecht ihre Zusammenarbeit für die Umsetzung des Projektes vereinbart. Beide Unternehmen sind zukünftig zu jeweils 50 Prozent an der Projektgesellschaft Erdwärme Breisgau GmbH & Co. KG beteiligt.

Der Aufsichtsrat der Badenova hat in seiner jüngsten Sitzung der Kooperation mit dem Technologieunternehmen Herrenknecht AG aus Schwanau zugestimmt. Das Unternehmen wird seine Erfahrungen aus der Planung und Umsetzung von Infrastruktur- und Bohrprojekten in die nächste Projektphase einbringen.

Badenova und Herrenknecht investieren gemeinsam rund 60 Millionen Euro in die Erschließung des Reservoirs und den Bau des Heizwerks.

Ab Herbst beginnen die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände nahe der A5 auf Höhe des Rastplatzes Hardt bei Hartheim. Dazu gehören Erdarbeiten, die Herstellung von Arbeits- und Lagerflächen sowie die Einrichtung der Baustelleninfrastruktur. Für einen begrenzten Zeitraum sollen Sondertransporte direkt über die Autobahn auf den Bohrplatz gelangen. Die Verkehrsführung wurde so geplant, dass Belastungen für die umliegenden Gemeinden möglichst gering bleiben. 

Die Aufnahme der Bohrarbeiten ist derzeit für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen. Während der Bohrphase möchte Erdwärme Breisgau interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich bei Führungen vor Ort über das Projekt zu informieren.

Bild: Openstreetmaps, Regierungspräsidium Freiburg                             

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