(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Breisach am Rhein (Beschlussvorlage VL-69/2026)
Du kannst News von BreisgauLIVE bei Google jetzt ganz oben sehen (klicke hier für die Einrichtung)

Breisach könnte ab April 2027 Teil vom regionalen Fahrradverleihsystem Frelo werden. Geplant sind bis zu acht Stationen in der Kernstadt und den Ortsteilen. Der Gemeinderat entscheidet am Dienstag, 28. Juli, über den Beitritt und den genauen Umfang.

Das Thema war bereits 2024 im Gemeinderat. Damals scheiterte die Teilnahme mit jeweils 14 Ja- und Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung. Ausschlaggebend waren vor allem die Kosten: Für acht Stationen waren damals rund 60.000 Euro netto pro Jahr angesetzt.

Nach der gemeinsamen Ausschreibung vom regionalen Frelo-System haben sich die tatsächlichen Preise mehr als halbiert. Deshalb legt die Stadtverwaltung das Vorhaben erneut zur Beratung vor.

Stationen in der Kernstadt und den Ortsteilen

Vorgesehen sind Frelo-Stationen an diesen acht Standorten:

Bahnhof
Rathaus
Europaplatz
Heinrich-Uhlmann-Platz
Hochstetten
Gündlingen
Oberrimsingen
Niederrimsingen

Die genaue Lage kann sich bei der Abstimmung mit dem Betreiber Nextbike noch verändern. Auch die französische Seite zeigt Interesse: Die Communauté de Communes und die Stadt Neuf-Brisach prüfen jeweils eine Station auf der Rheininsel und in Neuf-Brisach.

Je nach Ausstattung würden an jeder Station fünf Räder bereitstehen. Möglich sind reine Stationen mit klassischen Fahrrädern, gemischte Stationen mit drei normalen Rädern und zwei E-Bikes sowie Stationen mit fünf E-Bikes. Auch Lastenräder könnten ergänzt werden.

Bis zu rund 35.700 Euro pro Jahr

Die jährlichen Kosten hängen von der Ausstattung ab. Acht Stationen mit ausschließlich normalen Fahrrädern würden rund 18.136 Euro brutto pro Jahr kosten.

Für acht gemischte Stationen mit normalen Rädern und E-Bikes wären es rund 25.180 Euro. Acht reine E-Bike-Stationen würden jährlich rund 35.748 Euro kosten.

Der Betrieb umfasst Installation, Wartung, Reparaturen, die Verteilung von den Rädern sowie den Austausch von den Akkus. Die Stadt müsste möglicherweise noch die Flächen für einzelne Stationen herrichten.

Für gemischte und elektrische Stationen könnten Fördermittel vom Land beantragt werden. Eine Zusage liegt noch nicht vor. Beim bisherigen Systemstart konnten die Kosten von gemischten Stationen durch eine Förderung um ungefähr 20 Prozent reduziert werden.

Deutschlandticket bringt Freiminuten

Die Ausleihe soll zu den gleichen Bedingungen wie im übrigen Frelo-Netz möglich sein. Ein normales Fahrrad kostet einen Euro pro 30 Minuten, ein E-Bike zwei Euro.

Inhaber von einem Abonnement vom Regio-Verkehrsverbund Freiburg, darunter auch Nutzer vom Deutschlandticket, können die ersten 30 Minuten jeder Ausleihe kostenlos fahren. Mit einem Frelo-Konto lassen sich bis zu vier Räder gleichzeitig ausleihen.

Verbindungen zwischen Bahnhof und Ortsteilen

Die Stadt sieht Frelo vor allem als Ergänzung zum Bus- und Bahnverkehr. Die Leihräder könnten die Wege vom Bahnhof in die Innenstadt sowie nach Hochstetten, Gündlingen, Niederrimsingen und Oberrimsingen erleichtern.

Auch Lücken im Nahverkehr, etwa zwischen Rimsingen und Munzingen oder zu Tagesrandzeiten, könnten damit teilweise geschlossen werden. Bei Veranstaltungen wie dem Weinfest wären zusätzliche vorübergehende Stationen möglich.

Durch Stationen in Breisach würde außerdem eine Verbindung zu bestehenden Frelo-Standorten rund um Bad Krozingen, Freiburg, Gottenheim und Bötzingen entstehen.

Erste Stationen werden regelmäßig genutzt

Gottenheim und Bötzingen sind bereits seit dem Frühjahr 2026 dabei. In Bötzingen wurden innerhalb von vier Monaten 226 Fahrräder ausgeliehen. In Gottenheim waren es innerhalb von knapp drei Monaten 125 Ausleihen.

Die Räder wurden dabei nicht nur innerhalb von den jeweiligen Gemeinden genutzt. Es gab unter anderem Fahrten zwischen Bötzingen, Gottenheim und Freiburger Stadtteilen. Die Stadt Breisach sieht darin einen Hinweis auf den Nutzen von einem zusammenhängenden regionalen Netz.

Die Verwaltung spricht sich grundsätzlich für eine Teilnahme aus und empfiehlt wegen von der Landschaft zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg gemischte oder rein elektrische Stationen. Wegen von der angespannten Haushaltslage wäre jedoch auch eine geringere Zahl von Standorten möglich.

Das System soll zunächst bis Ende 2030 getestet werden. Erst nach einer Auswertung von der Nachfrage soll über eine Verlängerung entschieden werden.

BreisgauLIVE einschalten
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner