(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: ver.di Baden-Württemberg
Du kannst News von BreisgauLIVE bei Google jetzt ganz oben sehen (klicke hier für die Einrichtung)
An der Uniklinik Freiburg drohen in der kommenden Woche erneut erhebliche Einschränkungen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten für Montag und Dienstag zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband der vier Unikliniken in Baden-Württemberg.
Nach Angaben von ver.di bleibt die Versorgung von Notfällen durch Notdienstvereinbarungen gewährleistet. Dennoch müssen sich Patientinnen und Patienten voraussichtlich auf verschobene Operationen, geschlossene OP-Säle und Einschränkungen bei der Bettenbelegung einstellen.
Am Montag findet um 13 Uhr eine Kundgebung vor dem HNO-Hörsaal in der Killianstraße statt. Für Dienstag ist um 11.30 Uhr eine Demonstration vom Hörsaal in die Freiburger Innenstadt geplant. Die Abschlusskundgebung soll gegen 12.30 Uhr auf dem Augustinerplatz stattfinden.
Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, trotz zweier Verhandlungsrunden kein akzeptables Angebot vorgelegt zu haben. Kritisiert werden unter anderem eine geplante lange Laufzeit des Tarifvertrags, aus Sicht von ver.di drohende Reallohnverluste sowie geplante Änderungen bei Arbeitszeit, Jahressonderzahlung und Personalabbau.
Die Arbeitgeber hatten zuletzt nach acht Monaten ohne tabellenwirksame Erhöhung eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie gestaffelte Lohnerhöhungen bis Ende 2028 angeboten. Außerdem sollen Regelungen zur Arbeitszeit und zur Jahressonderzahlung geändert werden.
ver.di fordert dagegen 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens 320 Euro monatlich zusätzlich, höhere Ausbildungsvergütungen sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten.
Die dritte und nach derzeitiger Planung letzte Verhandlungsrunde findet am Mittwoch, 8. Juli, in Stuttgart statt. Dort wollen Delegationen der Streikenden aus Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm vor Beginn der Gespräche demonstrieren. Weitere Verhandlungstermine sind bislang nicht vereinbart.







