(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
Du kannst News von BreisgauLIVE bei Google jetzt ganz oben sehen (klicke hier für die Einrichtung)
Freiburg will Igel und andere nachtaktive Kleintiere künftig besser schützen. Deshalb plant die Stadt ein Nachtfahrverbot für Mähroboter. Die automatischen Rasenmäher sollen in den Abend- und Nachtstunden nicht mehr eingesetzt werden dürfen.
Hintergrund ist die Gefahr, die von den Geräten für Igel, Frösche, Kröten und andere Kleintiere ausgeht. Besonders Igel sind betroffen: Statt bei Gefahr zu flüchten, rollen sie sich zusammen und können dadurch von den Messern der Mähroboter schwer verletzt oder getötet werden. Vor allem Jungtiere gelten als besonders gefährdet, da viele Geräte Tiere nicht zuverlässig erkennen.
Die Stadtverwaltung will das Verbot per Allgemeinverfügung einführen. Vorgesehen ist, dass Mähroboter von März bis November jeweils ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang nicht mehr fahren dürfen. Mehrere Städte in Deutschland haben ähnliche Regelungen bereits eingeführt.
Über die geplante Maßnahme beraten zunächst der Haupt- und Finanzausschuss am 6. Juli, der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am 7. Juli sowie abschließend der Gemeinderat am 14. Juli.
Der Igel steht nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz. Sein Bestand hat sich laut Stadt in den vergangenen 30 Jahren nahezu halbiert. Seit 2024 gilt er auf der internationalen Roten Liste als potenziell gefährdet. Weil natürliche Lebensräume zunehmend verschwinden, leben heute viele Igel in Städten und Gärten.
Die Stadt empfiehlt Gartenbesitzern außerdem, naturnahe Lebensräume zu schaffen. Artenreiche Wiesen, Laub- und Reisighaufen oder Hecken aus heimischen Gehölzen bieten den Tieren Schutz. Auch kleine Durchgänge in Zäunen helfen Igeln dabei, sich sicher zwischen den Gärten zu bewegen.
Über das Förderprogramm „Artenschutz in der Stadt“ unterstützt das Umweltschutzamt Maßnahmen für naturnähere Gärten.







