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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg
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Die aktuelle Hitzewelle schreibt in Freiburg neue Klimageschichte. Noch vor dem Juli wurden in der Stadt höhere Temperaturen gemessen als im berühmten Hitzesommer 2003. Besonders belastend: In der Innenstadt gab es bereits 13 Tropennächte in Folge – ein neuer Hitzerekord.

Nach Angaben der Universität Freiburg erreichte die Wetterstation auf einem Forschungsgebäude am 27. Juni eine maximale Lufttemperatur von 38,8 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 mit 38,0 Grad übertroffen. Gleichzeitig war die Nacht auf Sonntag mit einem Tiefstwert von 26,1 Grad die wärmste seit Beginn der Messungen im Jahr 2000.

Noch extremer zeigen sich die Werte der 42 Wetterstationen, die seit 2022 direkt auf Straßenebene im Freiburger Stadtgebiet messen. Dort wurden am 29. Juni an 29 Messstationen Temperaturen von mehr als 40 Grad registriert. Den höchsten Wert verzeichneten die Forschenden vor dem Universitätsklinikum Freiburg mit 43,1 Grad.

Besonders deutlich wird der sogenannte Wärmeinseleffekt in der Nacht. Während in der Freiburger Innenstadt bis zu 13 Tropennächte hintereinander gemessen wurden, gab es im westlichen Umland je nach Standort zwischen null und fünf. Gebäude, Asphalt und versiegelte Flächen speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab. Dadurch kühlt die Stadt deutlich langsamer aus als das Umland.

Meteorologe Prof. Dr. Andreas Christen sieht darin ein deutliches Zeichen für die Folgen des Klimawandels. Um Städte widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen, seien mehr Schatten durch große Bäume, begrünte Fassaden und Dächer, helle Oberflächen sowie freie Kaltluftschneisen besonders wichtig.

Nach Berechnungen der Freiburger Forschenden können Stadtbäume die Hitzebelastung erheblich reduzieren. Eine Simulation für den Stadtteil Wiehre zeigt, dass der bestehende Baumbestand die jährliche Hitzebelastung nahezu halbiert.

Zugleich betont Christen, dass lokaler Hitzeschutz allein nicht ausreiche. Entscheidend bleibe der weltweite Klimaschutz durch eine deutliche Verringerung der Treibhausgasemissionen.

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