(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Emmendingen, Freiwillige Feuerwehr Waldkirch
Ein technischer Defekt mit Stromausfall hat am Montagabend die Integrierte Leitstelle Emmendingen vor eine außergewöhnliche Herausforderung gestellt. Über mehrere Stunden fiel die Stromversorgung der Leitstelle aus.
Der Vorfall ereignete sich am 22. Juni um 18:35 Uhr. Sofort wurden umfangreiche Notfallmaßnahmen aktiviert, um die Erreichbarkeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransport sicherzustellen. In einigen Kommunen, zum Beispiel in Waldkirch, mussten demnach die Feuerwehrhäuser zeitweise besetzt werden, wie die Freiwillige Feuerwehr dort berichtet.
Die Notrufnummer 112 sowie weitere Hilferufleitungen wurden auf benachbarte Leitstellen umgeleitet. Nach Angaben des Landratsamtes Emmendingen und des Deutschen Roten Kreuzes gingen dabei keine Notrufe oder Hilfeersuchen verloren.
Zusätzlich wurden die Einsatzleitwagen von Feuerwehr und DRK an der Leitstelle eingesetzt. Sämtliche Feuerwehrgerätehäuser im Landkreis wurden vorsorglich besetzt. Auch die verfügbaren Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge befanden sich in erhöhter Einsatzbereitschaft.
Von der Störung betroffen waren Teile der Leitstellentechnik, insbesondere das Einsatzleitsystem und die Kommunikationsanlagen. Hinweise auf eine vorsätzliche Manipulation gibt es derzeit nicht. Die genaue Ursache des technischen Defekts wird noch untersucht.
Gegen 23 Uhr konnten die betroffenen Systeme wieder in Betrieb genommen werden. Anschließend lief der Leitstellenbetrieb wieder regulär.
Bemerkenswert: In den 48 Jahren des Bestehens der Leitstelle Emmendingen hatte es laut den Verantwortlichen bislang keinen vergleichbaren Ausfall aufgrund einer technischen Störung gegeben.
Für den Fall eines längeren Ausfalls der Notrufnummer 112 empfehlen die Behörden, alternativ die Polizei über die 110 zu verständigen. Zudem dienen besetzte Feuerwehrgerätehäuser als Anlaufstellen. Informationen über größere Störungen werden außerdem über die Warn-App NINA veröffentlicht. Auch die Notruf-App Nora kann in solchen Situationen genutzt werden.





