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Der Tarifkonflikt an der Uniklinik Freiburg verschärft sich weiter. Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und den vier Universitätskliniken in Baden-Württemberg ist ohne Einigung beendet worden.

Nach Angaben von Verdi legten die Arbeitgeber am Mittwoch, 17. Juni 2026, erstmals ein Angebot vor. Dieses sieht nach acht Monaten ohne tabellenwirksame Erhöhung eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie schrittweise Lohnsteigerungen bis Ende 2028 vor. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 32 Monate betragen.

Die Gewerkschaft lehnt das Angebot ab. Verdi kritisiert insbesondere die vorgesehenen Lohnerhöhungen, die nach Einschätzung der Arbeitnehmervertretung nicht ausreichen würden, um Preissteigerungen auszugleichen. Zudem stößt der Vorschlag auf Widerstand, die Jahressonderzahlung teilweise an krankheitsbedingte Fehlzeiten zu koppeln.

Auch die Pläne der Arbeitgeber, künftig Arbeitszeiten von bis zu 45 Stunden pro Woche zu ermöglichen, sorgen für Kritik. Verdi bezeichnet dies als nicht akzeptabel.

Bereits am Montag und Dienstag, 15. und 16. Juni 2026, hatten laut Gewerkschaft bis zu 1.600 Beschäftigte an Warnstreiks an den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm teilgenommen.

Verdi fordert für die rund 26.000 Beschäftigten der vier Unikliniken 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 320 Euro zusätzlich pro Monat. Für Auszubildende werden monatlich 250 Euro mehr gefordert.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 8. Juli 2026, angesetzt.

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