(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
170 weitere Schicksale werden künftig im Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus sichtbar gemacht: Der Gedenkraum des Hauses wird um die Namen von rund 170 Menschen erweitert, die während der NS-Zeit verfolgt wurden.
Am Dienstag, 16. Juni 2026, stellt das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) die neuen Einträge offiziell vor und begleitet die Erweiterung mit einem Thementag am Rotteckring. Seit der Eröffnung des Hauses im März 2025 wurden Archivbestände, Datenbanken und Hinweise von Angehörigen ausgewertet, um weitere Biografien zu recherchieren.
Bislang erinnerte der Gedenkraum an 1.048 Menschen mit Bezug zu Freiburg, die zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden oder infolge der Verfolgung starben. Durch die neuen Forschungen wächst diese Zahl nun deutlich an.
Die Kurzbiografien der neu aufgenommenen Personen sind ab sofort auch über die Museen-Freiburg-App abrufbar. Dort finden Interessierte Informationen zu den einzelnen Lebensgeschichten sowie zu den Hintergründen der Verfolgung.
Rund um die Erweiterung lädt das Dokumentationszentrum zu mehreren Veranstaltungen ein. Geplant sind eine Mitmachaktion im öffentlichen Raum, Führungen durch die Ausstellung sowie eine gemeinsame Lesung aller neu aufgenommenen Namen. Ziel ist es, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sichtbar zu halten und ihre Geschichten dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Nach Angaben des DZNS sollen die Recherchen auch künftig fortgeführt werden. Dafür werden weiterhin Hinweise zu bislang unbekannten Personen und ergänzende Informationen zu bestehenden Biografien gesucht.
Bild: Patrick Seeger, Stadt Freiburg





