(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Deutsche Bahn AG
Rund 50.000 Güterzüge pro Jahr sollen künftig nicht mehr durch Freiburg und zahlreiche Gemeinden entlang der Rheintalbahn fahren. Mit einem symbolischen Spatenstich ist jetzt der Bau der neuen Güterzugstrecke zwischen Riegel und March gestartet. Investiert werden insgesamt sechs Milliarden Euro, davon werden 5,2 Milliarden Euro aus Bundesmitteln bezuschusst.
Am Freitag, 29. Mai 2026, gaben Vertreter von Bund, Land und Deutscher Bahn nahe Reute den offiziellen Startschuss für das Großprojekt. Die neue Strecke verläuft künftig entlang der Autobahn A5 und ist Teil des europaweit wichtigen Güterverkehrskorridors zwischen Rotterdam und Genua.
Zunächst entsteht der rund elf Kilometer lange Abschnitt zwischen Riegel und March. Die Bauzeit wird nach Angaben der Deutschen Bahn auf etwa sechs Jahre geschätzt. Insgesamt soll die neue Güterzugstrecke zwischen Offenburg und Müllheim im Markgräflerland mehr als 90 Kilometer lang werden.
Durch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die neue Trasse werden auf der bestehenden Rheintalbahn zusätzliche Kapazitäten für den Nah- und Fernverkehr geschaffen. Gleichzeitig soll der Schienenverkehr zuverlässiger werden und die Lärmbelastung in vielen Städten und Gemeinden deutlich sinken.
Das Landratsamt Emmendingen begrüßt den Baustart ausdrücklich. Landrat Hanno Hurth spricht von einer spürbaren Entlastung für die Kommunen entlang der Rheintalbahn, insbesondere für Emmendingen, Denzlingen und Teningen. Zudem könne die Verlagerung des Güterverkehrs zur Stabilisierung der Fahrpläne im Schienenpersonennahverkehr beitragen, wovon auch die Elztalbahn profitieren dürfte.
Gleichzeitig fordert der Landkreis, die neue Güterzugstrecke konsequent bis nach Offenburg weiterzubauen und an den geplanten Offenburger Tunnel anzuschließen. Nur so könne die gesamte Region dauerhaft vom Güterverkehr entlastet werden.
Bild: Deutsche Bahn AG, Stefan Wildhirt





