(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Ministerium des Inneren Baden-Württemberg

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Mehr politisch motivierte Straftaten und deutlich mehr Gewalt – die neue Statistik für Baden-Württemberg zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Heute hat Innenminister Thomas Strobl die Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität für das Jahr 2025 vorgestellt. Demnach stieg die Gesamtzahl der Delikte auf 6.801 Fälle – ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Gewaltdelikten aus: Hier registrierte die Polizei mit 298 Fällen rund 41 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Nach Angaben des Innenministeriums zeigt sich die Zunahme der Gewalt in nahezu allen Bereichen politisch motivierter Kriminalität. Den größten Anteil machten rechtsmotivierte Straftaten aus, gefolgt von Delikten ohne eindeutige Zuordnung sowie linksmotivierten Taten.

Auch die Hasskriminalität nahm leicht zu. Insgesamt wurden 1.717 Fälle erfasst, wobei antisemitische, rassistische und ausländerfeindliche Motive weiterhin dominieren. Gleichzeitig sind antisemitische Straftaten nach einem Höchststand im Jahr 2023 leicht zurückgegangen.

Ein besonderer Faktor im Jahr 2025 war laut Ministerium die Bundestagswahl: Rund ein Viertel aller politisch motivierten Straftaten stand im Zusammenhang mit dem Wahlkampf, vor allem Sachbeschädigungen an Wahlplakaten.

Als Reaktion auf die steigenden Zahlen setzt das Land auf verstärkte Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, unter anderem im neu geschaffenen Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum Baden-Württemberg.

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