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Rastatt: Polizist bei eskalierter Kontrolle verletzt

Eine Verkehrskontrolle in Rastatt ist am Samstagabend eskaliert. Nach Angaben der Polizei versuchten zwei Männer, die Kontrolle einer mutmaßlich alkoholisierten Autofahrerin zu verhindern. Ein Polizist wurde bei den Widerstandshandlungen verletzt und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Gegen mehrere Beteiligte laufen Ermittlungsverfahren.

Ausgangspunkt war die Kontrolle eines Sportwagens gegen 18.50 Uhr in der Ottersdorfer Straße. Die Polizei kontrollierte den Wagen wegen roter Händlerkennzeichen und stellte bei der 32-jährigen Fahrerin Anzeichen einer Alkoholisierung fest.

Nachdem die Frau offenbar ihren Lebensgefährten verständigt hatte, kam der 54-Jährige zur Kontrollstelle. Gemeinsam mit dem 42 Jahre alten Beifahrer soll er versucht haben, die polizeilichen Maßnahmen zu verhindern. Der 54-Jährige soll die Beamten massiv bedroht haben und aggressiv auf sie zugegangen sein. Einen Platzverweis habe er ignoriert.

Pfefferspray bei Festnahmen eingesetzt

Nachdem die Polizei den 54-Jährigen gefesselt hatte, soll ihm der 42-Jährige zu Hilfe gekommen sein. Weitere Streifen wurden hinzugezogen. Bei den Widerstandshandlungen und vorläufigen Festnahmen setzte die Polizei nach eigenen Angaben unmittelbaren Zwang und Pfefferspray ein.

Ein Beamter wurde dabei verletzt und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Angaben zur Art oder Schwere seiner Verletzungen machte die Polizei nicht.

Bei der Fahrerin stellte die Polizei nach eigenen Angaben eine Alkoholisierung von annähernd 1,1 Promille fest. Bei den beiden Männern seien Werte zwischen 1,2 und 2 Promille gemessen worden. Bei allen drei Beschuldigten wurden Blutproben genommen.

Während der Maßnahmen erschien laut Polizei ein weiterer Angehöriger beim Polizeirevier Rastatt. Nachdem ihm der Zugang zu den Diensträumen verweigert worden war, soll er gegen Fensterscheiben geschlagen haben.

Die drei zunächst Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 54-Jährige soll dabei weitere Straftaten zum Nachteil der Beamten angedroht haben.

Ein weiteres Ermittlungsverfahren betrifft den kontrollierten Ferrari. Nach Angaben der Polizei wurde er am Feiertag mit roten Händlerkennzeichen für eine private Fahrt genutzt und verfügte deshalb bei dieser Fahrt weder über eine Zulassung noch über Versicherungsschutz.

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