Nach dem verheerenden Wohnhausbrand in Oppenau am 16. Oktober 2026 gibt es eine entscheidende Entwicklung: Ein 69-jähriger Mann sitzt wegen des dringenden Verdachts der schweren Brandstiftung in Untersuchungshaft. Nach Untersuchungen der Kriminaltechnik und eines Brandsachverständigen geht die Polizei davon aus, dass das Feuer in der Lindenstraße mutmaßlich absichtlich gelegt wurde.
Der Tatverdacht richtet sich gegen den 69-Jährigen, der nach Angaben der Ermittler durch mehrere Indizien belastet wird. Die Staatsanwaltschaft Offenburg beantragte daraufhin einen Haftbefehl.
Tatverdächtiger stellte sich selbst bei der Polizei
Zunächst konnten die Ermittler den Mann nicht festnehmen, weil sein Aufenthaltsort unbekannt war.
Am Samstagabend, 31. Oktober, erschien der dringend Tatverdächtige schließlich selbst beim Polizeirevier Offenburg.
Am Sonntag wurde er einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Offenburg vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung in Vollzug. Anschließend kam der 69-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt.
Wohnhaus durch Feuer zerstört
Der Brand war am Freitag, 16. Oktober, gegen 10.20 Uhr in einem Wohnhaus in der Lindenstraße ausgebrochen.
Mehrere Nachbarn hatten Rauch aus dem Gebäude bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Zeugen berichteten damals außerdem von Knall- beziehungsweise Explosionsgeräuschen.
Ein Bewohner erlitt leichte Verletzungen und wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Er konnte die Klinik später wieder verlassen.
Das Gebäude wurde durch das Feuer schwer beschädigt und galt anschließend als einsturzgefährdet. Die Polizei ließ es beschlagnahmen und mit einem Bauzaun absichern.
Den Sachschaden schätzen die Ermittler auf rund 400.000 Euro.
Während der Löscharbeiten musste die B28 für etwa eine Stunde vollständig gesperrt werden.
Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung
Die Untersuchungen von Kriminaltechnikern und einem Brandsachverständigen führten nach Polizeiangaben zu dem Verdacht, dass das Feuer absichtlich entzündet wurde.
Gegen den 69-Jährigen wird wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

