(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Polizeipräsidium Offenburg
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Mehr als 320.000 Euro Schaden durch zwei betrügerische Telefonanrufe: Zwei Senioren aus Renchen und der südlichen Ortenau bei Wolfach haben am Dienstagnachmittag Edelmetall und Bargeld an unbekannte Männer übergeben. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.

Die Betrüger meldeten sich zwischen 14 und 16 Uhr bei ihren Opfern. In einem Fall behaupteten sie, ein Familienmitglied befinde sich in einer schwierigen gesundheitlichen Situation. Für eine medizinische Behandlung müsse Geld bezahlt werden.

Beim zweiten Opfer nutzten die Täter einen sogenannten Schockanruf und täuschten einen Unfall vor. In beiden Fällen holte anschließend ein unbekannter Mann die geforderten Werte ab.

Edelmetall im Wert von fast 300.000 Euro übergeben

Einen Senior aus Renchen suchte der Abholer laut Polizei direkt an seinem Wohnort auf.

Im zweiten Fall lotsten die Betrüger einen 84-Jährigen aus der südlichen Ortenau für die Übergabe auf den Parkplatz von einer Kirche in der Kreuzbergstraße in Wolfach.

Die Schadenssummen sind enorm: In einem Fall wurde Edelmetall im Wert von knapp 300.000 Euro übergeben. Beim zweiten Opfer erbeuteten die Betrüger mehr als 20.000 Euro Bargeld.

Erst später bemerkten die Senioren den Betrug und verständigten die Polizei.

Polizei sucht Zeugen in Renchen und Wolfach

Die Kriminalpolizei sucht Menschen, die eine der Übergaben beobachtet haben. Auch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen können für die Ermittler wichtig sein.

Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0781 / 21-2820 bei der Polizei melden.

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor Schockanrufen. Betroffene sollten sich am Telefon niemals unter Druck setzen lassen und kein Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Menschen übergeben.

Wer angeblich wegen einem Familienmitglied zu einer Zahlung aufgefordert wird, sollte auflegen und die betreffende Person selbst kontaktieren. Persönliche oder finanzielle Informationen, Geheimzahlen und Passwörter sollten ebenfalls niemals an unbekannte Anrufer weitergegeben werden.

Die Polizei stellt außerdem klar: Krankenhäuser verlangen am Telefon keine Geldbeträge oder Wertgegenstände für eine spontane Behandlung von Familienmitgliedern.

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