ORTENAUKREIS

Offenburg: Ex-Radprofi Simon Geschke spricht über Hightech im Sport

Wie verändern Aerodynamik, Bewegungsdaten und neue Schutzsysteme den Spitzensport? Mehr als 150 Interessierte haben sich beim zweiten Industrie-Hochschul-Forum Biomechanik an der Hochschule Offenburg über aktuelle Forschung und deren Einsatz in der Praxis informiert. Mit dabei war auch der frühere Radprofi und Tour-de-France-Etappensieger Simon Geschke.

Im Mittelpunkt standen unter anderem die Verbindung von Biomechanik und Ingenieurwissenschaften sowie die Frage, wie Daten nicht nur die Leistung verbessern, sondern auch Verletzungen verhindern können.

Jörg Ettrich und Dirk Schoening stellten mit „AeroOpt“ ein Forschungsprojekt mit dem Olympiastützpunkt Freiburg vor. In einer Flugsimulationsanlage in Hinterzarten werden seit 2025 Flugphasen beim Skispringen unter kontrollierten Bedingungen nachgestellt. Untersucht wird, wie sich die Körperhaltung auf die Aerodynamik auswirkt. Ein Schwerpunkt liegt laut Hochschule auf weiblichen Athletinnen, die in der bisherigen Forschung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Simon Geschke: Radsport ist schneller geworden

Welche Bedeutung solche Entwicklungen im Profisport haben, diskutierten anschließend Simon Geschke, Matthias Scherge vom Snowstorm Institute for Athlete Support, Walter Rapp vom Olympiastützpunkt Freiburg und Sina Lasch von Hansgrohe.

Geschke berichtete, dass der Radsport durch eine verbesserte Aerodynamik in den vergangenen Jahren deutlich schneller geworden sei. Entsprechend wichtig sei es, auch Schutzmaßnahmen wie Helme weiterzuentwickeln.

Diskutiert wurde außerdem über die zunehmende Menge an Leistungsdaten. Dabei ging es auch um die Gefahr, Sportler durch eine zu umfangreiche Datenerfassung zu überfordern. Ein weiteres Thema war die Frage, wie Entwicklungen aus dem Spitzensport auch von Unternehmen genutzt werden können.

Forschung zum Ausprobieren

Beim Forum konnten Besucher die Forschungsarbeit der Hochschule anschließend selbst kennenlernen. Angeboten wurden interaktive Laborführungen und Mitmach-Experimente. Zudem präsentierten sich rund ein Dutzend Unternehmen.

Einen Preis gab es ebenfalls: Donovan Salvi erhielt den Best Poster Award für die Darstellung seines Projekts „Zirkuläre Leichtbauschale für Orthesen, Helme und Schutzsysteme“.

Bild: Hochschule Offenburg

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