Fünf Menschen sind im Schloss in Bonndorf für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Heimatpflege ausgezeichnet worden. Der Arbeitskreis Alemannische Heimat verlieh ihnen am Dienstagabend Ehrennadeln für ihre Arbeit in Bereichen wie Heimatgeschichte, Brauchtum sowie Natur- und Landschaftsschutz.
Vier der fünf Geehrten kommen aus dem Landkreis Waldshut: Marion Maier aus Waldshut-Tiengen, Georg Kirschbaum aus Murg, Günter Hoffmann aus Lauchringen und Michaela Berthold-Sieber aus Küssaberg. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Ottokar Graf aus Rielasingen-Worblingen im Landkreis Konstanz.
Marion Maier engagiert sich seit mehr als zehn Jahren bei der Vereinigung Alt-Waldshut. Sie war acht Jahre im Vorstand tätig und wirkt bei der Waldshuter Chilbi unter anderem in der Organisation und beim Bürgertheater mit.
Georg Kirschbaum wurde für seinen Einsatz für das Zechenwihler Hotzenhaus in Murg-Niederhof geehrt. Als Vorsitzender des Trägervereins setzt er sich für den Erhalt des 1748 entstandenen Kulturdenkmals ein. Außerdem fährt er ehrenamtlich den Bürgerbus und gehört Gemeinderat und Kreistag an.
Günter Hoffmann beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Kunstschaffenden aus dem Landkreis Waldshut und insbesondere mit weniger bekannten badischen Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört der Schriftsteller und Maler Heinrich Ernst Kromer.
Michaela Berthold-Sieber setzt sich unter anderem für Streuobstwiesen und den Erhalt der regionalen Landschaft ein. Sie organisiert außerdem Ausbildungen im Obst- und Gartenbau und arbeitet bei einem Schulprojekt der Aktion „Lernort Bauernhof“ mit.
Ottokar Graf beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte Rielasingen-Worblingens. Er gehörte 1998 zu den Gründungsmitgliedern des örtlichen Bürger- und Museumsvereins und ist bis heute dessen Vorsitzender. Der Verein eröffnete 2003 das Dorfmuseum in Worblingen.
Überreicht wurden die Ehrennadeln von Regierungspräsident Carsten Gabbert und dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Alemannische Heimat, Bernhard Fehrenbach.
Bild: Regierungspräsidium Freiburg

