(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
Du kannst News von BreisgauLIVE bei Google jetzt ganz oben sehen (klicke hier für die Einrichtung)
Warum werden Wiesen ausgerechnet bei Hitze gemäht? Diese Frage stellen sich derzeit viele Menschen in Freiburg. Die Stadt erklärt: Die Sommermahd ist wichtig für den Naturschutz, die Verkehrssicherheit und den Brandschutz.
Würden artenreiche Wiesen im Sommer nicht gemäht und das Gras nicht entfernt, würde das abgestorbene Pflanzenmaterial den Boden düngen. Dadurch breiten sich nährstoffliebende Gräser aus und verdrängen seltene Wildblumen, die auf nährstoffarme Böden angewiesen sind.
Ein weiterer Grund ist die Sicherheit. Hohe, vertrocknete Gräser können leicht Feuer fangen. Schon eine weggeworfene Zigarette kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Außerdem müssen Kreuzungen, Kurven sowie Geh- und Radwege frei bleiben, damit Verkehrsteilnehmende gute Sicht haben.
Laut der Stadt lassen sich die Mäharbeiten auch organisatorisch nicht beliebig verschieben. Die Pflegearbeiten folgen einem festen Jahresplan. Nach dem Sommer beginnen bereits die Vorbereitungen für den Herbst mit Laubbeseitigung, anschließend folgen Winterdienst sowie Gehölz- und Baumschnitt.
Nach Angaben von der Stadt wird dabei möglichst schonend gearbeitet. Wo es möglich ist, bleiben Langgrasstreifen als Rückzugsorte für Insekten und andere Tiere stehen. Außerdem wird so hoch wie technisch möglich gemäht, damit der Boden besser vor Austrocknung geschützt bleibt.
Auch bei der Technik setzt Freiburg zunehmend auf mehr Insektenschutz. Nach und nach werden Balkenmäher eingesetzt, die deutlich schonender arbeiten als Mulchgeräte. Zusätzlich rüstet die Stadt ihre Maschinen mit sogenannten Insekten-Abstreifvorrichtungen aus. Das Mähgut bleibt nach dem Schnitt zunächst einige Tage liegen, damit Insekten in sichere Bereiche flüchten können.








