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Schopfheim: Freibad-Sanierung von 2028 bis 2029 geplant

Für die geplante Sanierung vom Freibad in Schopfheim gibt es einen konkreteren Zeitplan: Nach derzeitiger Planung soll im September 2028 gebaut werden. Im Sommer 2029 müsste das Bad wegen der Arbeiten komplett geschlossen bleiben. Die Wiedereröffnung des sanierten Freibads ist für den Sommer 2030 vorgesehen. Gleichzeitig sucht die Stadt nach der Absage in einem Bundesprogramm weiter nach Fördermöglichkeiten.

Schopfheims Gemeinderat wird am Montag, 12. Oktober, über den aktuellen Stand informiert. Eine erste Hoffnung auf Bundesmittel hat sich zunächst nicht erfüllt. Die Stadt hatte sich mit der Freibadsanierung für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beworben.

Von bundesweit mehr als 900 eingereichten Projektskizzen wurden im September 195 Vorhaben für eine Förderung ausgewählt. Schopfheims als förderwürdig bewertete Interessenbekundung gehörte nicht dazu.

Beim Bürgerentscheid am 8. März 2026 in Schopfheim haben sich die Bürgerinnen und Bürger mit 64,7 % der Ja-Stimmen für eine konventionelle Gesamtsanierung des Freibads als klassisches Schwimmbad, statt eines geplanten Naturbads, ausgesprochen.

Neue Chance auf Bundesförderung

Damit ist eine Förderung über dieses Programm aber noch nicht endgültig vom Tisch. Nach Angaben der Stadt stehen 2026 weitere Programmmittel in Höhe von 333 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussichtlich Ende Oktober soll ein weiterer Projektaufruf veröffentlicht werden. Sobald die Bedingungen bekannt sind, will die Verwaltung den Gemeinderat informieren.

Daneben kommt die Schulbauförderung des Landes infrage. Seit einer Änderung der Förderrichtlinien können auch Lehrschwimmbecken und von Schulen genutzte Schwimmbäder unterstützt werden. Voraussetzung wäre entsprechend die Nutzung des Schopfheimer Freibads für den Schwimmunterricht.

Die Förderquote liegt laut Sitzungsvorlage bei 33 Prozent der förderfähigen Kosten. Allerdings würde nicht die komplette Sanierung berücksichtigt. Unter anderem die geplante Breitwellenrutsche, der Sprungturm, das Kleinkinderbecken und die Außenanlagen wären über dieses Programm nicht förderfähig.

11,92 Millionen Euro aus Sondervermögen

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ergibt sich aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz. Aus dem entsprechenden Sondervermögen steht Schopfheim nach Angaben der Stadt ein Budget von 11,92 Millionen Euro zur Verfügung.

Diese Mittel können grundsätzlich auch für die Schwimmbadsanierung eingesetzt und mit Fördermitteln aus den anderen genannten Programmen kombiniert werden.

Planung soll 2027 konkret werden

Die ersten drei Planungsphasen sollen nach aktuellem Zeitplan von Januar bis Oktober 2027 laufen. Eine Vergabeentscheidung für die Planungsleistungen ist für Januar 2027 im Gemeinderat vorgesehen. Die Genehmigungsplanung soll bis Ende 2027 folgen.

Für 2028 sind unter anderem Ausführungsplanung und Vergabeverfahren vorgesehen. Der Baubeginn ist für September 2028 geplant. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen nach derzeitigem Stand bis November 2029 dauern.

Für Badegäste bedeutet das vor allem eine Einschränkung: Im Sommer 2029 soll das Freibad aufgrund der Bauarbeiten geschlossen bleiben. Nach Fertigstellung, Bauabnahme und anschließender Inbetriebnahme soll das sanierte Bad im Sommer 2030 wieder öffnen.

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