(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Biosphärengebiet Schwarzwald
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Wie können Insekten besser geschützt werden, ohne die Landwirtschaft auszubremsen? Antworten darauf liefert ein erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt im Biosphärengebiet Schwarzwald.

In Oberried wurden jetzt beim Besuch von Umweltstaatssekretär Andre Baumann MdL die Ergebnisse vom bundesweiten Projekt „BROMMI – Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“ vorgestellt. Das Projekt lief fünfeinhalb Jahre und untersuchte, welche Maßnahmen sich in der landwirtschaftlichen Praxis bewähren.

Ein Beispiel ist der Hanisenhof von Johannes Rösch. Der Nebenerwerbslandwirt setzt seit 2021 gezielt Maßnahmen zum Schutz von Insekten um. Besonders erfolgreich sind sogenannte Insektenschonstreifen. Dabei bleiben bei jeder Mahd einzelne Bereiche bewusst stehen und bieten Insekten Nahrung sowie Rückzugsorte. Beim nächsten Mähen wechseln diese Flächen, sodass dauerhaft Lebensräume erhalten bleiben.

Zusätzlich wurden Totholzhaufen als Lebensraum für Käfer angelegt und offene Bodenstellen geschaffen, in denen Wildbienen und Hummeln nisten können. Außerdem nutzt der Betrieb überwiegend Balkenmähwerke, die deutlich schonender für Insekten arbeiten als herkömmliche Kreiselmähwerke.

Nach Angaben vom Biosphärengebiet Schwarzwald erwies sich auch die sogenannte Mosaikmahd als besonders wirksam. Dabei werden Wiesen zeitversetzt gemäht. Im Ackerbau sorgten spezielle Blühstreifen zudem dafür, dass natürliche Nützlinge Schädlinge bekämpfen konnten und teilweise auf Insektizide verzichtet werden konnte.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig auch anderen landwirtschaftlichen Betrieben helfen. Die Ergebnisse sowie praktische Handlungsempfehlungen stehen öffentlich zur Verfügung.

Bild: Biosphärengebiet Schwarzwald

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