BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD

Millionen für Bewässerung rund um Bad Krozingen geplant

Im Südlichen Breisgau rund um Bad Krozingen soll ein großes System zur Bewässerung die Landwirtschaft gegen Trockenheit schützen. Dafür werden Fördermittel in Millionenhöhe beantragt.

Südlicher Breisgau: Millionen für Bewässerung geplant

Die Landwirtschaft im Südlichen Breisgau soll künftig besser gegen Hitze und Trockenheit geschützt werden. Dafür planen zwei Wasserverbände ein großes Bewässerungssystem für landwirtschaftliche Flächen in Bad Krozingen, Staufen, Heitersheim und Eschbach. Noch in diesem Jahr wollen sie Fördermittel vom Land in zweistelliger Millionenhöhe beantragen. Nach wichtigen Beschlüssen rückt die Umsetzung des Projekts nun näher.

Hitzesommer 2026 zeigt Handlungsbedarf

Wie dringend die Landwirtschaft zusätzliches Wasser benötigt, hat nach Einschätzung der Verantwortlichen besonders der Sommer 2026 gezeigt. Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit stellen landwirtschaftliche Betriebe zunehmend vor Probleme.

Bad Krozingens Oberbürgermeister Volker Kieber sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Eine zuverlässige und ressourcenschonende Bewässerung sei entscheidend, um Ernten zu sichern und die Landwirtschaft in der Region langfristig wirtschaftlich betreiben zu können.

Auch das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald warnt vor den Folgen des Klimawandels. Die vergangenen Jahre seien im Durchschnitt deutlich zu warm und zu trocken gewesen. Ohne zusätzliche Bewässerung könnte die Bewirtschaftung hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen und damit die regionale Lebensmittelproduktion zunehmend gefährdet sein.

Neue Wasserleitung soll Bewässerung effizienter machen

Bei den diesjährigen Mitgliederversammlungen vom Wasserbereitstellungsverband und Beregnungsverband Südlicher Breisgau wurden wichtige Weichen für das Vorhaben gestellt.

Eine Änderung betrifft die geplante Wasserleitung: Ihre Durchflussmenge soll erhöht werden, damit mehr Wasser in kürzerer Zeit transportiert werden kann.

Dadurch lässt sich die tägliche Bewässerungsdauer nach Angaben von Patrick Klein, Vorsitzender vom Beregnungsverband, um insgesamt sechs Stunden verkürzen. Die landwirtschaftlichen Flächen könnten so gezielt während der kühleren Tageszeiten bewässert werden, statt bei den höchsten Temperaturen des Tages.

Förderantrag über mehrere Millionen Euro noch 2026

Mit der Freigabe der Kosten für den Förderantrag und dem beschlossenen Haushaltsplan für 2027 können die beiden Verbände die nächsten Schritte angehen.

Noch vor Jahresende soll ein Antrag auf Landesfördermittel im zweistelligen Millionenbereich gestellt werden. Parallel dazu wollen die Verantwortlichen die Ausschreibungsunterlagen für die geplanten Bauarbeiten vorbereiten.

Einen konkreten Baubeginn nennt die Stadt Bad Krozingen bislang nicht. Auch die endgültige Höhe der Projektkosten geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Landratsamt sieht gute Chancen für Genehmigung

Eine weitere wichtige Voraussetzung für das Projekt ist die wasserrechtliche Genehmigung.

Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald bewertet die bisherigen Planungen positiv. Nach aktuellem Stand seien keine nachteiligen Auswirkungen auf die Grundwasserbestände zu erwarten.

Der Erste Landesbeamte Martin Barth geht deshalb davon aus, dass der Wasserrechtsantrag genehmigt werden kann, sofern die öffentlich-rechtlichen Anforderungen erfüllt sind.

Damit könnte ein wichtiges Infrastrukturprojekt für die Landwirtschaft zwischen Bad Krozingen, Staufen, Heitersheim und Eschbach einen entscheidenden Schritt näher an die Umsetzung rücken.

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