KREIS LÖRRACH

Lörrach: 32 Millionen Euro für Hellbergschule geplant

Die Stadt Lörrach will die Hellbergschule in Brombach bis 2032 umfassend erweitern und modernisieren. Für die Arbeiten werden derzeit rund 32 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind unter anderem neue Unterrichtsräume, eine Mensa und eine Aula. Gleichzeitig wächst die Grundschule und die bisherige Werkrealschule wird schrittweise zur Realschule.

Über das Vorhaben beraten die politischen Gremien im Oktober. Die derzeitige Kostenschätzung liegt bei rund 31,3 Millionen Euro für Erweiterung und Modernisierung sowie weiteren rund 750.000 Euro für den Ausbau des Dachgeschosses. Die Stadt weist darauf hin, dass diese frühe Schätzung noch eine Bandbreite von plus oder minus 50 Prozent hat.

15 Millionen Euro sollen aus Infrastrukturfördermitteln finanziert werden, die der Bund an das Land weitergeleitet hat. Für die Sanierung der Grundschule sind zudem rund 800.000 Euro aus dem Startchancen-Programm bewilligt. Weitere Fördermöglichkeiten werden nach Angaben der Stadt geprüft.

Grundschule soll dauerhaft dreizügig werden

Hintergrund der Planungen sind unter anderem steigende Schülerzahlen. Bereits im Schuljahr 2026/27 ist der erste Jahrgang der Grundschule mit drei Klassen gestartet. Zusätzlichen Bedarf erwartet die Stadt durch die Nachverdichtung bestehender Wohngebiete und das geplante Neubaugebiet Bühl III mit bis zu 280 Wohneinheiten.

Die bislang zweizügige Grundschule soll deshalb dauerhaft drei Klassen pro Jahrgang aufnehmen können und zur Ganztagsgrundschule weiterentwickelt werden.

Auch bei der weiterführenden Schule gibt es Veränderungen. Der Gemeinderat hatte im Oktober 2025 beschlossen, die Werkrealschule in eine Realschule umzuwandeln. Die Genehmigung liegt laut Stadt seit Juli 2026 vor. Seit dem Schuljahr 2026/27 wird der Realschulbildungsgang schrittweise aufgebaut. Dadurch soll auch die Theodor-Heuss-Realschule auf dem Campus Rosenfels entlastet werden.

Zwei neue Gebäude und Modernisierung geplant

Das bauliche Konzept sieht zwei kompakte Erweiterungsbauten am bisherigen Werkrealschulgebäude vor. Zusätzlich sollen der Bestand und die Sporthalle modernisiert werden. Vorgesehen sind weitere Unterrichtsräume, eine Aula sowie Räume für den Ganztagsbetrieb mit Mensa und multifunktionalen Bereichen.

Das Dachgeschoss des historischen Grundschulgebäudes soll ebenfalls für die Schule ausgebaut werden. Das Gebäude in der Albertusstraße 9 bleibt Teil des Betreuungskonzepts.

Für einen besseren sommerlichen Wärmeschutz sind außenliegende Verschattungen, Möglichkeiten zur nächtlichen Lüftung und zusätzliche Begrünung geplant. Den zusätzlichen Wärmebedarf sollen Wärmepumpen in Kombination mit der bestehenden Pelletanlage decken.

Nach aktuellem Zeitplan soll der Dachgeschossausbau 2027 beginnen. Der nächste Bauabschnitt ist für 2028 und ein weiterer Erweiterungsbau für 2030 vorgesehen. Bis 2032 sollen Erweiterung und Modernisierung abgeschlossen sein.

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