Die Stadt Lörrach steht vor einem größeren Generationenwechsel in ihrer Verwaltung. In den kommenden zehn Jahren werden voraussichtlich rund 300 Beschäftigte das reguläre Renten- oder Pensionsalter erreichen. Das geht aus dem ersten umfassenden Personalbericht der Stadt hervor.
Ende 2025 arbeiteten insgesamt 898 Menschen für die Stadt Lörrach. Davon waren 729 in der Kernverwaltung und 169 in den Eigenbetrieben beschäftigt. Der Stellenplan umfasste 666,76 Vollzeitstellen. Dass die Beschäftigtenzahl deutlich höher liegt, hängt vor allem mit dem hohen Teilzeitanteil zusammen: 47,7 Prozent der Beschäftigten arbeiteten in Teilzeit.
61 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Das Durchschnittsalter lag bei 44,6 Jahren.
300 Abgänge innerhalb von zehn Jahren erwartet
Besonders deutlich macht der Bericht die Auswirkungen vom demografischen Wandel. Rund ein Drittel der heutigen Beschäftigten könnte innerhalb der kommenden zehn Jahre das reguläre Renten- oder Pensionsalter erreichen.
Die Stadt sieht deshalb die Nachwuchsgewinnung, Nachfolgeplanung und Weitergabe von Erfahrungswissen als zentrale Aufgaben. 2025 beschäftigte sie 47 Auszubildende und Studierende. Hinzu kamen rund 75 Praktikanten sowie vier Menschen in Freiwilligendiensten.
Beschäftigte sehen Probleme bei interner Kommunikation
Der Personalbericht beschäftigt sich auch mit der Arbeitskultur. Dafür wurden unter anderem Ergebnisse einer Mitarbeitendenbefragung und einer Untersuchung psychischer Belastungen ausgewertet.
Als Stärken wurden laut Stadt insbesondere Teamgeist, ein faires Miteinander, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Sinnhaftigkeit der Arbeit genannt. Verbesserungsbedarf sehen die Beschäftigten vor allem bei der internen Kommunikation und bei der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen.
Die daraus entwickelten Maßnahmen sollen nun schrittweise umgesetzt und auf ihre Wirkung überprüft werden.
Künftig jedes Jahr ein Personalbericht
Der Personalbericht soll künftig jährlich fortgeschrieben werden. Die Stadt will dafür ihre Datengrundlagen und Auswertungen vereinheitlichen und stärker digitalisieren. So sollen Veränderungen früher erkannt und die Wirkung von Maßnahmen besser überprüft werden können.
Bild: Marcel Hiller, BreigauLIVE vor Ort (Archivbild)







