KREIS EMMENDINGEN

Landkreis Emmendingen: Niedrige Impfquoten gegen Grippe – Aktionswoche mit Abendterminen

Im Landkreis Emmendingen sind viele Menschen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko nicht gegen Grippe oder COVID-19 geimpft. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts waren in der Saison 2024/2025 nur 26 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Influenza geschützt. Bei COVID-19 lag die Impfquote in dieser Altersgruppe sogar bei nur 13 Prozent. Das Gesundheitsamt macht deshalb auf die bundesweite Impf-Aktionswoche vom 9. bis 15. November 2026 aufmerksam.

Während der Aktionswoche sollen sich Bürgerinnen und Bürger über Impfungen informieren und ihren eigenen Impfschutz überprüfen lassen. Am Donnerstag, 12. November, gibt es bei der „Langen Nacht des Impfens“ zusätzlich Angebote außerhalb der üblichen Arbeitszeiten.

Nur wenige Menschen aus Risikogruppen geimpft

Die Zahlen für den Landkreis Emmendingen zeigen nach Angaben des Gesundheitsamts deutliche Lücken beim Impfschutz.

In der Saison 2024/2025 waren gegen Grippe geimpft:

  • 26 Prozent der Menschen ab 60 Jahren
  • 22 Prozent der Erwachsenen ab 18 Jahren mit einer relevanten Grunderkrankung

Bei den COVID-19-Impfungen lagen die Quoten noch niedriger:

  • 13 Prozent der Menschen ab 60 Jahren
  • 9 Prozent der Erwachsenen ab 18 Jahren mit einer relevanten Grunderkrankung

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass Impfungen das Risiko schwerer Krankheitsverläufe und von Komplikationen verringern können.

Lange Nacht des Impfens am 12. November

Am Donnerstag, 12. November 2026, können sich Interessierte bei teilnehmenden Apotheken und weiteren Impfstellen auch nach Feierabend gegen Grippe und COVID-19 impfen lassen.

Die „Lange Nacht des Impfens“ wird vom Bundesverband der Versorgungsapotheker organisiert und findet bereits zum vierten Mal statt.

Welche Apotheken und Impfstellen in der Nähe teilnehmen, lässt sich über die interaktive Karte unter https://lange-nacht-des-impfens.de herausfinden.

Auch Hausärztinnen und Hausärzte im Landkreis Emmendingen beraten individuell zu empfohlenen Impfungen.

Für wen werden Impfungen empfohlen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Grippeimpfung unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, medizinischem und pflegerischem Personal sowie Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Bei der COVID-19-Impfung nennt das Gesundheitsamt für die jährliche Auffrischung insbesondere Menschen ab 75 Jahren, Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf aufgrund einer Grunderkrankung, medizinisches und pflegerisches Personal sowie Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Welche Impfung im Einzelfall sinnvoll ist, sollte ärztlich geklärt werden.

Impfpass überprüfen lassen

Die bundesweite Impf-Aktionswoche findet vom 9. bis 15. November 2026 erstmals statt. Sie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit initiiert.

Das Gesundheitsamt empfiehlt, beim nächsten Hausarztbesuch den Impfpass überprüfen zu lassen. So können fehlende Impfungen erkannt und gegebenenfalls nachgeholt werden.

Weitere Informationen und regionale Angebote gibt es unter https://www.gesund.bund.de/impfaktionswoche.

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