(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald (DRS 7a/2026)
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Das Kreisjugendamt Breisgau-Hochschwarzwald setzt künftig auf Künstliche Intelligenz im Kinderschutz. Das Projekt „LeSoKiSchu“ soll Mitarbeitende bei schwierigen Entscheidungen in Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung unterstützen.
Der Kreistag wird am Montag, 19. Mai 2026, über den aktuellen Stand informiert. Die Verwaltung entwickelt die Software seit 2022 gemeinsam mit einer spezialisierten Gesellschaft für Organisationsentwicklung.
Nach Angaben des Landratsamts handelt es sich um eine geschlossene und datenschutzkonforme Plattform. Mitarbeitende können dort Kinderschutzfälle mit Fachwissen, Handlungsempfehlungen und wissenschaftlichen Grundlagen abgleichen. Ziel sei es, Entscheidungen in oft sehr komplexen und zeitkritischen Situationen besser abzusichern.
Derzeit stehen dem Kreisjugendamt bereits erste Funktionen zur Verfügung. Dazu gehören ein KI-gestützter Chatbot und eine automatische Transkriptionslösung für Gespräche und Dokumentationen. Weitere Ausbaustufen sollen später unter anderem Fallanalysen und digitale Planungswerkzeuge ermöglichen.
Laut Verwaltung wird die Software aktuell intensiv getestet und trainiert. Mitarbeitende aus dem Bereich Kinderschutz und Qualitätsentwicklung arbeiten dabei direkt mit dem System. Im Sommer 2026 sollen die ersten Module offiziell abgenommen werden. Anschließend ist der Einsatz im regulären Arbeitsalltag geplant.
Das Landratsamt sieht das Projekt als bundesweit bislang ungewöhnlichen Ansatz. Datenschutzrechtlich abgesicherte KI-Anwendungen im sensiblen Bereich des Kinderschutzes gebe es bisher kaum.







