Bei Hermetic Pumpen in Gundelfingen haben sich am Montagmittag, 2. November 2026, rund 80 Beschäftigte an einem Warnstreik beteiligt. Das teilte die IG Metall Freiburg mit. Die Gewerkschaft will damit den Druck auf die Arbeitgeber in der festgefahrenen Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erhöhen.
Die Beschäftigten protestierten gegen das bisherige Angebot des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Nach Ansicht der IG Metall reicht es nicht aus, um die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre auszugleichen.
Gewerkschaft kritisiert Tarifangebot
Steffen Hellstab, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Hermetic Pumpen, erklärte, die Beschäftigten dürften nicht weiterhin Reallohnverluste hinnehmen müssen.
Auch Betriebsrat Sascha Isele kritisierte das Angebot und die vorgesehene Laufzeit von 26 Monaten.
Nach Angaben der Gewerkschaft sieht das Arbeitgeberangebot eine Einmalzahlung von 700 Euro im Jahr 2027 vor, die an Bedingungen geknüpft ist. Eine dauerhafte Entgelterhöhung um 1,3 Prozent soll erst im Juli 2028 folgen. Die Laufzeit würde bis Ende Dezember 2028 reichen.
Südwestmetall hatte zuvor erklärt, das Angebot solle die Unternehmen angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht zusätzlich überfordern.
IG Metall kündigt weitere Warnstreiks an
Die Gewerkschaft plant nach eigenen Angaben in dieser Woche weitere Warnstreiks an mehreren Standorten. Teilweise sollen sich Beschäftigte verschiedener Betriebe an gemeinsamen Aktionen beteiligen.
Kerstin Meindl, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Freiburg und Lörrach, fordert Südwestmetall auf, seine Haltung zu ändern. Sollte es keine Einigung geben, sei die Gewerkschaft bereit, den Arbeitskampf auszuweiten.
Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie dauern damit weiter an.

