(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Burghof Lörrach
Kunst, Film und Erinnerungskultur stehen am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus in Lörrach im Mittelpunkt. Das Dreiländermuseum Lörrach und der Burghof Lörrach gestalten gemeinsam am 27. Januar ein Kultur- und Erinnerungsprojekt zum Leben und Werk des jüdischen Künstlers Manfred Weil.
Den Auftakt bildet am Nachmittag die Eröffnung der Ausstellung „Manfred Weil: Leben!“ im Hebelsaal des Dreiländermuseums. Gezeigt wird eine Auswahl aus dem umfangreichen malerischen und grafischen Werk des 1920 geborenen Künstlers, dessen Familie aus Breisach und Eichstetten stammte. Nach Angaben der Veranstalter reicht das Spektrum von politischen Karikaturen und biblischen Motiven bis zu Porträts, Stillleben und Landschaften. Trotz Verfolgung, Flucht und Internierung ist Weils Werk von einer ausgeprägten Lebensbejahung geprägt.
Am frühen Abend setzt sich das Programm im Burghof Lörrach fort. Dort wird ein Dokumentarfilm gezeigt, der die Lebensgeschichte von Manfred Weil nachzeichnet – von der Verfolgung jüdischer Menschen über die Flucht aus dem Internierungslager Gurs bis zu seinem späteren Wirken als Künstler und Lehrer in der Bundesrepublik. Ergänzt wird die Vorführung durch einen historischen Impuls zur Judenverfolgung und zu regionalen Spuren der NS-Zeit in Südbaden und der Dreiländerregion.
Die Kooperation zwischen Museum und Burghof verbindet laut den Verantwortlichen Ausstellung, Film und historische Einordnung bewusst miteinander. Ziel ist es, einen zugänglichen und zugleich fundierten Zugang zur regionalen Geschichte und zur Erinnerungskultur zu schaffen. Weitere Begleitveranstaltungen im Dreiländermuseum vertiefen das Thema über den Gedenktag hinaus. Die Ausstellung ist bis Anfang März zu sehen, der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei.
Bild: Holger Arndt


