(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
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Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg sucht Menschen aus Freiburg und Südbaden, deren Familiengeschichte mit sogenannten „verbotenen Beziehungen“ während der NS-Zeit verbunden ist. Ihre Erfahrungen und Dokumente sollen in eine Sonderausstellung einfließen, die im September 2027 eröffnet wird.
Gesucht werden Kinder oder Enkelkinder von Menschen, bei denen ein Eltern- oder Großelternteil während des Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener nach Deutschland verschleppt worden war und der andere Eltern- oder Großelternteil als deutsch galt.
Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern wurden vom NS-Regime verfolgt und bestraft. Nach Angaben vom Dokumentationszentrum drohten dabei unter anderem KZ-Haft und Todesstrafen. Kinder aus diesen Beziehungen wurden teilweise von ihren biologischen Eltern getrennt, wuchsen in anderen Familien auf oder lernten ihre Eltern erst spät beziehungsweise gar nicht kennen. Manche waren auch nach dem Ende vom Nationalsozialismus von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen.
Ihre Lebensgeschichten stehen im Mittelpunkt der Wanderausstellung „trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“. Sie wurde von der Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen konzipiert und ist vom 8. September 2027 bis 30. Januar 2028 in Freiburg zu sehen.
Für die Freiburger Station möchte das Dokumentationszentrum Geschichten aus der Region ergänzen. Betroffene und Angehörige können persönliche Erinnerungen sowie Dokumente oder Fotos zur Verfügung stellen. Auch anonyme Berichte können nach Angaben vom Museum hilfreich sein.
Das Dokumentationszentrum betont, dass die Informationen vertraulich behandelt werden. Eine mögliche Veröffentlichung oder Beteiligung an der Ausstellung erfolgt erst nach ausdrücklicher Prüfung und Zustimmung der Betroffenen.
Kontakt ist per E-Mail an [email protected] oder montags von 9 bis 11 Uhr telefonisch bei Projektleiterin Caroline Klemm unter 0761 201-2754 möglich. Gespräche sowie die Übergabe von Dokumenten oder Objekten erfolgen nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
Bild: Ausstellungsansicht „trotzdem da“, Foto: Michael Kohls






