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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg

Forscher in Freiburg sehen großes Potenzial von Genscheren bei der Behandlung seltener Immunkrankheiten. Ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg konnte im Mausmodell einen erblichen Fehler im Immunsystem gezielt verändern und damit schwere Entzündungsreaktionen verhindern.

Die Ergebnisse wurden am Dienstag, 13. Mai, im Fachmagazin „Cell Stem Cell“ veröffentlicht. Untersucht wurde die seltene Erkrankung familiäre hämophagozytische Lymphohistiozytose. Dabei versagen bestimmte Abwehrzellen des Körpers, wodurch das Immunsystem außer Kontrolle geraten kann.

Laut Universitätsklinikum Freiburg nutzten die Forschenden sogenannte Genscheren, um den krankheitsverursachenden Fehler direkt im Erbgut zu verändern. Dadurch konnten die Immunzellen ihre Funktion wieder aufnehmen und die Mäuse wurden vor lebensgefährlichen Entzündungen geschützt.

Gleichzeitig untersuchte das Forschungsteam auch mögliche Risiken der Genomeditierung. Dabei zeigte sich, dass sich unerwünschte Veränderungen im Erbgut je nach Methode und Zelltyp deutlich unterscheiden können. Die Sicherheit müsse deshalb immer individuell bewertet werden, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Toni Cathomen vom Institut für Transfusionsmedizin und Gentherapie des Universitätsklinikums Freiburg.

Die Freiburger Forschenden sehen in der Genomeditierung einen vielversprechenden Ansatz für die Behandlung seltener Erbkrankheiten. Bis zu möglichen Anwendungen beim Menschen seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig.

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