(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
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Die finanzielle Lage der Stadt Freiburg verschlechtert sich. Nach dem ersten Finanzbericht für das laufende Haushaltsjahr fallen die Einnahmen voraussichtlich geringer aus als geplant, während die Ausgaben weiter steigen.
Nach der aktuellen Prognose sinkt das ordentliche Ergebnis von geplanten 21,54 Millionen Euro auf 15,73 Millionen Euro. Noch deutlicher fällt der erwartete Zahlungsmittelüberschuss aus: Statt der ursprünglich kalkulierten 70,22 Millionen Euro rechnet die Stadt nur noch mit 35,94 Millionen Euro. Das wirkt sich unmittelbar auf die Finanzierung geplanter Investitionen aus.
Grund für die Entwicklung sind unter anderem geringere Steuereinnahmen. Laut der Mai-Steuerschätzung entwickeln sich die Einnahmen der Kommunen schwächer als noch im Herbst 2025 erwartet. Besonders die Gewerbesteuer bereitet Sorgen, da sie derzeit starken Schwankungen unterliegt.
Zwar erhielt Freiburg bereits rund 23 Millionen Euro an angekündigten Finanzhilfen vom Land Baden-Württemberg. Nach Angaben der Stadt stabilisierte das zwar die Liquidität im ersten Halbjahr, neue finanzielle Spielräume seien dadurch jedoch nicht entstanden.
Oberbürgermeister Martin Horn fordert deshalb mehr Unterstützung von Land und Bund. Gleichzeitig müsse die Stadt künftig noch stärker priorisieren, welche Aufgaben und Investitionen umgesetzt werden können.
Auch Finanzbürgermeisterin Carolin Jenkner sieht schwierige Zeiten auf die Stadt zukommen. Die fast halbierten verfügbaren Zahlungsmittel erschwerten die Finanzierung von Investitionen. Deshalb müsse der Haushaltsvollzug 2026 besonders vorsichtig gesteuert werden.
Zusätzliche Hoffnung setzt die Stadt auf das Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG). Im aktuellen Finanzbericht sind vorsorglich fünf Millionen Euro berücksichtigt. Ob und in welcher Höhe Freiburg tatsächlich Mittel erhält, wird jedoch erst nach weiteren Prüfungen entschieden.
Die aktuelle Entwicklung dürfte sich auch auf die Planungen für den Doppelhaushalt 2027/2028 auswirken.








