Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können Ersthelfende entscheidend dazu beitragen, ein Leben zu retten. Anlässlich der Woche der Wiederbelebung erklärt der DRK-Kreisverband Emmendingen deshalb, worauf es im Ernstfall ankommt: die eigene Sicherheit beachten, sofort die 112 wählen und möglichst schnell mit der Herzdruckmassage beginnen.
Entscheidende Anzeichen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand sind laut DRK, dass eine Person nicht mehr reagiert und nicht normal oder überhaupt nicht mehr atmet. Betroffene können zudem sehr blass oder bläulich wirken.
Nach dem Notruf können die Mitarbeitenden der Integrierten Leitstelle telefonisch durch die notwendigen Schritte führen. Besteht der Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand, sollte die Herzdruckmassage so schnell wie möglich beginnen.
100 bis 120 Mal pro Minute drücken
Für die Herzdruckmassage nennt das DRK eine Frequenz von 100 bis 120 Druckbewegungen pro Minute. Gedrückt wird in der Mitte bis zum unteren Drittel des Brustbeins.
Dr. Sascha Guschl, medizinischer Leiter des Rettungsdienstes beim DRK-Kreisverband Emmendingen, warnt davor, aus Angst vor Fehlern gar nicht zu helfen. Selbst wenn bei der Wiederbelebung beispielsweise eine Rippe breche, könne diese Verletzung heilen. Ein schwerer Hirnschaden durch Sauerstoffmangel könne dagegen dauerhaft bleiben.
Eine Mund-zu-Mund-Beatmung ist für Laien laut DRK nicht zwingend erforderlich. Entscheidend sei, mit der Herzdruckmassage anzufangen und den Anweisungen der Leitstelle zu folgen.
Auch Defibrillatoren können Laien benutzen
Auch einen automatisierten externen Defibrillator, kurz AED, können Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse einsetzen. Das Gerät analysiert nach dem Aufkleben der Elektroden die elektrische Aktivität vom Herzen und gibt bei Bedarf einen Stromimpuls ab. Die Geräte führen die Helfenden mit Anweisungen durch die Bedienung.
Eigenschutz steht bei allen Hilfsmaßnahmen an erster Stelle. Niemand soll sich selbst in Gefahr bringen. Auch wenn eine Wiederbelebung wegen einer gefährlichen Situation nicht möglich ist, sollte aus einem sicheren Bereich die 112 verständigt werden.
Regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse können nach Einschätzung vom DRK dabei helfen, im Ernstfall sicherer zu reagieren. Der wichtigste Rat von Guschl lautet, überhaupt mit der Hilfe anzufangen: Bis der Rettungsdienst eintrifft, können wertvolle Minuten vergehen.
Bild: DRK-Kreisverband Emmendingen







