(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH

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Höhere Baukosten und ein angepasster Zeitplan. Das ist der aktuelle Stand beim Dreiland-Klinikum im Landkreis Lörrach. Wie die Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH mitteilt, steigt das Gesamtbudget für den Neubau von zuletzt 450 Millionen Euro auf rund 512,8 Millionen Euro. Als verbindlicher Fertigstellungstermin wurde mit den bauausführenden Unternehmen der 31. Dezember 2026 vereinbart.

Die Mehrkosten ergeben sich laut Klinikgesellschaft aus mehreren Faktoren. Dazu zählen gestiegene Löhne und Baupreise, zusätzliche Anforderungen aus der Medizinstrategie sowie gesetzliche Vorgaben für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Unerwartet kam hinzu, dass der Generalplaner die Dauer für die Umstellung auf eine ökologische Wärmeversorgung von ursprünglich sechs auf 18 Monate korrigierte. Allein diese Maßnahme führte zu einer Bauzeitverlängerung von einem Jahr und zu Mehrkosten von rund 35 Millionen Euro.

Trotz der Anpassungen sieht sich die Klinikgesellschaft weiterhin auf Kurs. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen im Anschluss umfangreiche Testphasen und Abnahmen folgen, bevor das Klinikum im Frühjahr 2027 den Betrieb aufnimmt. Parallel dazu werden mögliche Schadenersatzansprüche wegen der verlängerten Bauzeiten juristisch geprüft.

Ein wesentlicher Teil der Kostensteigerung hängt auch mit veränderten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen zusammen. Während der Bauphase wurden zusätzliche bauliche Anpassungen notwendig, um moderne Versorgungsstrukturen, neue medizinische Standards sowie Vorgaben für integrierte Notfallzentren umzusetzen. Zudem flossen Erkenntnisse aus dem medizinischen Fortschritt, der stärkeren Ambulantisierung und der Digitalisierung in die Planung ein.

Das Dreiland-Klinikum soll künftig mehrere frühere Klinikstandorte auf einem gemeinsamen Gesundheitscampus bündeln. Mit spezialisierten medizinischen Organzentren, einem hohen Digitalisierungsgrad, moderner Notfallversorgung und einer nahezu fossilfreien Energieversorgung soll das Projekt als Modell für die Krankenhausversorgung der Zukunft dienen.

Bild: sander.hofrichter architekten GmbH

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