(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Antrag Grüne und Eine Stadt für alle im Freiburger Gemeinderat
Immer mehr ältere Menschen in Freiburg – das Thema rückt stärker in den Fokus der Stadtpolitik. Zur Sitzung vom Gemeinderat am Dienstag, 28. April 2026, liegt ein Antrag vor, der eine umfassende Altersstrategie und den Beitritt zum internationalen WHO-Netzwerk altersfreundlicher Städte anstoßen soll.
Nach Angaben der Antragsteller soll das Thema zunächst in mehreren Ausschüssen vorberaten werden, darunter der Sozialausschuss sowie Gremien für Stadtentwicklung und Integration. Hintergrund ist die demografische Entwicklung: Laut Sozialbericht der Stadt wird die Zahl der über 65-Jährigen bis 2040 auf über 47.200 steigen, was rund 20 Prozent der Bevölkerung entspricht.
Die Initiatoren kritisieren, dass ältere Menschen bislang vor allem im Zusammenhang mit Pflege- und Unterstützungsbedarf betrachtet werden. Gleichzeitig werde das Potenzial dieser Altersgruppe zu wenig berücksichtigt. Viele Menschen zwischen 65 und 80 Jahren engagieren sich laut Antrag stark ehrenamtlich oder bleiben weiterhin beruflich aktiv.
Gefordert wird deshalb ein ganzheitlicher Ansatz, der Themen wie Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Klimaresilienz und digitale Teilhabe stärker auf ältere Menschen ausrichtet. Eine zentrale Rolle könnte dabei der Beitritt zum Netzwerk „Global Network for Age-friendly Cities and Communities“ der Weltgesundheitsorganisation spielen. Dieses unterstützt Kommunen weltweit bei der Entwicklung altersgerechter Strukturen und ermöglicht den Austausch über erfolgreiche Praxisbeispiele.
Mehrere deutsche Städte wie Stuttgart, Heidelberg, Hamburg oder Düsseldorf sind bereits Teil dieses Netzwerks. Auch Freiburg könnte davon profitieren und eine ressortübergreifende Strategie entwickeln, die Lebensqualität im Alter stärker in den Mittelpunkt stellt.





