Wer in diesem Jahr einen echten Weihnachtsbaum kaufen möchte, muss voraussichtlich etwas mehr Geld einplanen. Die deutschen Weihnachtsbaumerzeuger rechnen für die Saison 2026 mit steigenden Preisen. Gleichzeitig dürfte das Angebot an natürlich gewachsenen Weihnachtsbäumen erneut zurückgehen.
Wie teuer ein Baum wird, hängt vor allem von der Baumart, der Größe, der Qualität und dem Verkaufsort ab.
Das sollen Weihnachtsbäume 2026 kosten
Nach Einschätzung der Branchenverbände bewegen sich die erwarteten Verkaufspreise in Deutschland in folgenden Bereichen:
- Nordmanntanne: 25 bis 33 Euro pro Meter
- Blaufichte: 17 bis 22 Euro pro Meter
- Rotfichte: 14 bis 19 Euro pro Meter
Damit könnte eine zwei Meter hohe Nordmanntanne zwischen 50 und 66 Euro kosten.
Für eine gleich große Blaufichte wären nach dieser Prognose etwa 34 bis 44 Euro fällig. Bei einer Rotfichte läge der erwartete Preis zwischen 28 und 38 Euro.
Bei den Angaben handelt es sich um bundesweite Erwartungen der Branche. Die tatsächlichen Preise können auch in Südbaden je nach Händler und Baumqualität abweichen.
Warum die Preise steigen könnten
Nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger steigen die Kosten für Anbau und Verkauf weiter.
Besonders ins Gewicht fallen höhere Lohnkosten. Die Pflege von Weihnachtsbaumkulturen erfordert viel Handarbeit, etwa beim Formschnitt und bei der laufenden Pflege der Bäume.
Auch Transport, Energie, Maschinen und Betriebsmittel sind für die Erzeuger teuer. Hinzu kommt ein wachsender Verwaltungsaufwand.
Weniger Weihnachtsbäume aus heimischer Produktion
Neben den steigenden Kosten beschäftigt die Branche ein rückläufiges Angebot.
Einige Betriebe verkleinern ihre Anbauflächen, andere geben die Produktion vollständig auf. Als Gründe nennt der Verband unter anderem den hohen Arbeitsaufwand, fehlende Betriebsnachfolger und wirtschaftlich attraktivere Nutzungsmöglichkeiten für die Flächen.
Trotzdem erwarten die Erzeuger keine grundsätzlichen Versorgungsprobleme. Auch 2026 sollen Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Größen, Qualitäten und Preisklassen erhältlich sein.
Was bedeutet das für Käufer in Südbaden?
Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Freiburg und der Region bieten die erwarteten Meterpreise eine erste Orientierung.
Wer beispielsweise einen zwei Meter hohen Weihnachtsbaum sucht, muss nach der Branchenprognose für eine Nordmanntanne mit rund 50 bis 66 Euro rechnen. Fichten könnten günstiger sein.
Ob die Preise an den Verkaufsständen in Südbaden tatsächlich in diesen Bereichen liegen, wird sich mit Beginn des Weihnachtsbaumverkaufs zeigen.

