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Lörrach: Judasbaum durch Jugendliche schwer beschädigt – Zukunft unklar

Ein Stück Stadtgeschichte von Lörrach ist schwer beschädigt – und möglicherweise nicht mehr zu retten. Jugendliche haben am Dreiländermuseum einen großen Ast vom jahrzehntealten Judasbaum so stark beschädigt, dass er entfernt werden musste. Besonders bitter: Die Gruppe soll trotz mehrfacher Aufforderungen einfach weitergemacht haben. Jetzt will die Stadt Anzeige erstatten.

Jugendliche wippten auf Ast, bis er aufbrach

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende im Eingangsbereich vom Dreiländermuseum. Nach Angaben der Stadt Lörrach hängten sich mehrere Jugendliche wiederholt an einen zentralen Ast des Judasbaums und wippten darauf.

Die Belastung war schließlich so groß, dass der Ast tief in den Stamm hinein aufbrach. Obwohl die Jugendlichen mehrfach aufgefordert worden waren, damit aufzuhören, sollen sie ihr Verhalten fortgesetzt haben.

Mitarbeiter vom städtischen Eigenbetrieb Stadtgrün mussten den beschädigten Ast anschließend entfernen, damit von ihm keine Gefahr mehr für Besucher und Passanten ausging.

Ein besonderer Baum mit Geschichte

Der Judasbaum ist weit mehr als ein gewöhnlicher Baum vor dem Museum. Seine Geschichte reicht bis in die 1980er Jahre zurück.

Damals brachte der frühere Museumsleiter Gerhard Moehring einen kleinen Setzling aus Senigallia mit, der italienischen Partnerstadt von Lörrach. Daraus entwickelte sich über die Jahrzehnte der prächtige Baum, der besonders während seiner Blütezeit viele Museumsbesucher begeistert.

Durch die Beschädigung hat der Baum nun einen seiner zentralen Äste verloren. Ob er langfristig erhalten werden kann, ist laut Stadt derzeit noch völlig offen.

Stadt Lörrach will Anzeige erstatten

Die Stadt bedauert die schwere Beschädigung und kündigt rechtliche Schritte an. Gegen die beteiligten Jugendlichen soll Anzeige erstattet werden.

Damit bleibt vorerst nicht nur die Frage nach den rechtlichen Folgen offen. Ungewiss ist auch, ob sich der historische Judasbaum von den Schäden erholen und weiterhin am Eingang vom Dreiländermuseum stehen bleiben kann.

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