ORTENAUKREIS

Kehl: Vier Kommunen wollen bei Digitalisierung kooperieren

Wie können Kommunen digitale Angebote gemeinsam entwickeln und bereits vorhandene Lösungen stärker nutzen? Damit hat sich die fünfte Fachtagung Digitale Verwaltung an der Hochschule Kehl beschäftigt. Im Mittelpunkt standen Kooperationen zwischen Verwaltungen, Künstliche Intelligenz und die Wiederverwendung bestehender digitaler Lösungen.

An der Tagung am 8. Oktober nahmen Fachleute aus Wissenschaft und Verwaltung sowie Vertreter von Kommunen, Verbänden und Ministerien teil. Organisiert wurde sie von den Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Kehl und Ludwigsburg.

Ein Schwerpunkt war die sogenannte Nachnutzung. Gemeint ist, dass Behörden bereits entwickelte digitale Lösungen, Prozesse oder Daten übernehmen oder gemeinsam nutzen, statt eigene Systeme neu aufzubauen. Vorgestellt wurden dazu unter anderem Ergebnisse einer Studie des Vereins NExT.

Beispiel aus vier Gemeinden

Wie eine stärkere Zusammenarbeit konkret aussehen kann, zeigte der neu gegründete Zweckverband Service und Digitalisierung Bietigheim. Die Gemeinden Bietigheim, Steinmauern, Au am Rhein und Ötigheim wollen ihre IT-Ressourcen bündeln. Vorgesehen ist ein gemeinsames IT-Team mit drei Vollzeitstellen und perspektivisch einem Ausbildungsplatz.

In weiteren Workshops ging es unter anderem um Künstliche Intelligenz in Behörden, Datenschutz, digitaltaugliches Recht und europäische Datenräume. Beispiele aus der Region kamen aus Oberkirch, dem Landratsamt Ortenaukreis und Lahr. Dort wurden unter anderem digitale Arbeitsabläufe und Erfahrungen mit einem virtuellen Amt vorgestellt.

Auch die Frage, welchen messbaren Nutzen die Digitalisierung für Verwaltungen bringt, wurde bei einer Podiumsdiskussion behandelt.

Die nächste Fachtagung Digitale Verwaltung ist für den 28. und 29. Oktober 2027 an der Hochschule Ludwigsburg geplant.

Bild: Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl

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