Von Bob Dylan und Rammstein über Künstliche Intelligenz bis zur deutschen Verteidigungspolitik: Die Universität Freiburg startet Mitte Oktober mit dem neuen Programm von Studium generale und Colloquium politicum. Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich nicht nur an Studierende, sondern an alle Interessierten.
Einen Schwerpunkt bildet die seit 20 Jahren angebotene Samstags-Uni. Unter dem Titel „Lieder – und ihre Geschichten“ beschäftigt sie sich im Wintersemester mit 15 Songs beziehungsweise Liedern aus fast drei Jahrtausenden.
Die Spannweite reicht von der antiken Dichterin Sappho über die Marseillaise und Brechts Mackie Messer bis zu Wolf Biermann, Bob Dylan und Rammstein. Ergänzt wird die Reihe durch zwei Liederabende im November und Januar. Veranstaltet wird die Samstags-Uni gemeinsam mit der Volkshochschule Freiburg.
Freiburgs NS-Oberbürgermeister wird Thema
Auch die Freiburger Stadtgeschichte spielt im neuen Programm eine Rolle. Am 10. November geht es um das Buch „Karriere im Nationalsozialismus: Franz Kerber“. Autor Wulf Rüskamp beschäftigt sich darin mit Freiburgs damaligem NS-Oberbürgermeister. An der Diskussion beteiligen sich die Historiker Ulrich Herbert und Robert Neisen sowie Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.
Exkursionen führen unter anderem durch die Geschichte der Universität und zu Freiburgs Pflastermosaiken. Eine weitere beschäftigt sich mit dem Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944.
KI, Gehirnforschung und Politik
Weitere wissenschaftliche Veranstaltungen behandeln unter anderem Künstliche Intelligenz, die Entstehung von Gedächtnisspuren im Gehirn sowie den Nobelpreisträger Rudolf Eucken. Hinzu kommen Seminare, Kunstveranstaltungen und Vortragsreihen.
Politisch wird es beim Colloquium politicum. Zum Auftakt am 22. Oktober spricht Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, über Deutschlands Rolle in der veränderten internationalen Sicherheitsordnung.
Weitere Reihen beschäftigen sich mit den US-Midterms, der französischen Präsidentschaftswahl 2027, dem Zustand demokratischer Institutionen sowie Freiburg und der Region während der Zeit des Nationalsozialismus.
Die meisten Angebote dienen der öffentlichen wissenschaftlichen und politischen Bildung. Für Seminare und Exkursionen fallen Teilnahmegebühren an, zudem ist die Zahl der Plätze dort begrenzt.

