Mehrere Einsätze haben die Bundespolizei am Wochenende in Weil am Rhein und Rheinfelden beschäftigt. Ein mit zwei Haftbefehlen gesuchter Mann kam ins Gefängnis. In Weil am Rhein stellten die Einsatzkräfte einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sicher. Bei einer weiteren Kontrolle soll ein Mann einen Bundespolizisten getreten und eine Beamtin bespuckt haben.
In der Nacht auf Sonntag kontrollierte die Bundespolizei einen 41-Jährigen in einem Fernreisebus bei der Einreise aus der Schweiz am Autobahngrenzübergang Rheinfelden. Gegen den Mann bestand laut Bundespolizei ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die geforderten 4.500 Euro konnte er bei der Kontrolle nicht bezahlen.
Zusätzlich lag ein Sicherungshaftbefehl wegen einer Körperverletzung aus dem Jahr 2022 vor. Nach Angaben der Bundespolizei hatte der 41-Jährige gegen Bewährungsauflagen verstoßen. Er wurde festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort verbüßt er laut Mitteilung nun eine Haftstrafe von mehr als einem Jahr.
Elektroschocker in Fahrertür entdeckt
Bereits am Samstagabend kontrollierten Bundespolizisten am Grenzübergang Weil am Rhein-Palmrainbrücke einen 21-Jährigen in einem aus Frankreich kommenden Fahrzeug. In der Fahrertür fanden die Beamten nach eigenen Angaben ein griffbereites Elektroimpulsgerät, das als Taschenlampe getarnt gewesen sei.
Das Gerät habe nicht über das in Deutschland erforderliche Prüfzeichen verfügt. Die Bundespolizei stellte es sicher und leitete gegen den Mann ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
Widerstand bei Kontrolle in der Tram
Am Samstagmorgen kam es zudem bei einer Einreisekontrolle in der grenzüberschreitenden Tram in Weil am Rhein-Friedlingen zu einem weiteren Einsatz. Ein 21-Jähriger verfügte nach Angaben der Bundespolizei nicht über die erforderlichen Grenzübertrittspapiere.
Während der Kontrolle soll der Mann die Einsatzkräfte beleidigt haben. Als er zur Dienststelle gebracht werden sollte, habe er einem Beamten gegen das Knie getreten und eine Beamtin bespuckt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab laut Bundespolizei 1,22 Promille.
Gegen den 21-Jährigen wurden Strafverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz, Beleidigung sowie tätlichen Angriffs beziehungsweise Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Anschließend wurde er in die Schweiz zurückgewiesen. Der getroffene Bundespolizist konnte seinen Dienst fortsetzen.

