BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD

Glottertal: Bürger können am Dienstag über Strategie 2040 mitreden

Wie soll sich Glottertal bis 2040 entwickeln? Am Montag, 12. Oktober, stellt die Gemeinde den Entwurf ihrer „Strategie Glottertal 2040“ öffentlich vor. Bürgerinnen und Bürger können die Pläne ab 18 Uhr in der Eichberghalle kommentieren und Ideen einbringen, bevor der Gemeinderat über das Entwicklungskonzept entscheidet.

Das Gemeindeentwicklungskonzept, kurz GEK, beschäftigt sich mit der gesamten Gemeinde und den Ortsteilen Föhrental, Oberglottertal, Ohrensbach und Unterglottertal. Themen sind unter anderem Wohnen, Wirtschaft, Bildung und Betreuung, Mobilität, Ortsentwicklung, Klimaschutz, Kultur, Finanzen und Tourismus.

Parallel entsteht ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz ISEK, für den Bereich „Talstraße – Rathausweg“. Dort sollen unter anderem der Zustand von Gebäuden, Nutzungen, Verkehrswege und weitere städtebauliche Bedingungen untersucht werden. Daraus sollen konkrete Sanierungsziele und Maßnahmen entstehen.

Förderantrag soll bereits im November gestellt werden

Die beiden Konzepte haben auch finanzielle Bedeutung. Glottertal will für den Bereich „Talstraße – Rathausweg“ Mittel aus der Städtebauförderung beantragen. Nach Angaben der Gemeinde sind ein gesamtörtliches Entwicklungskonzept und ein Konzept für das konkrete Gebiet Voraussetzungen für eine Förderung.

Der Antrag soll bereits zum nächsten möglichen Termin am 2. November 2026 beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht werden. Mit einer Förderung könnten beispielsweise Straßen und Plätze aufgewertet, kommunale Gebäude energetisch saniert sowie Maßnahmen für Barrierefreiheit, Nahversorgung und Klimaanpassung unterstützt werden.

Auch private Eigentümer im späteren Fördergebiet könnten nach Angaben der Gemeinde unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für Modernisierungen und Instandsetzungen sowie steuerliche Sonderabschreibungen nutzen. Voraussetzung dafür wäre unter anderem die förmliche Festlegung eines Sanierungsgebiets.

Gebiet ist noch nicht endgültig festgelegt

Der derzeit vorgesehene Zuschnitt für das Gebiet „Talstraße – Rathausweg“ ist laut Gemeinde noch kein endgültiger Beschluss. Änderungen seien während der weiteren Planung, bei den vorbereitenden Untersuchungen und beim späteren Beschluss einer Sanierungssatzung möglich.

An der bisherigen Entwicklung der „Strategie Glottertal 2040“ haben sich bereits Bürger beteiligt. Rund 140 Menschen kamen nach Angaben der Gemeinde zur Auftaktveranstaltung im Februar. Im Juli beschäftigte sich der Gemeinderat bei einer Klausurtagung mit den bisherigen Ergebnissen und Prioritäten.

Am 12. Oktober folgt nun die öffentliche Vorstellung des Entwurfs. Für Januar bis März 2027 sind außerdem drei weitere Bürgerwerkstätten zur Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzepts vorgesehen.

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