KREIS EMMENDINGEN

Emmendingen: Wohnungslosenhilfe Haus Eliah sucht Wohnungen

Das Haus Eliah in Emmendingen sucht bezahlbare Wohnungen für Menschen, die von der Wohnungslosenhilfe betreut werden. Nach Angaben der Einrichtung wird insbesondere der Übergang aus betreuten Angeboten in den freien Wohnungsmarkt zunehmend zum Problem. Bei einem Besuch von zwei Grünen-Landtagsabgeordneten machten Mitarbeiter auf die Situation aufmerksam.

Der Emmendinger Abgeordnete Rüdiger Tonojan besuchte gemeinsam mit seiner Fraktionskollegin Meike Günter und Kreisrätin Barbara Schuler die AGJ-Wohnungslosenhilfe in der Hochburger Straße. Günter ist in der Grünen-Landtagsfraktion unter anderem Sprecherin für Pflege und soziale Teilhabe.

Im Haus Eliah gibt es unter anderem Fachberatung und eine Tagesstätte. Die AGJ führt in Emmendingen außerdem ein Aufnahmehaus mit acht Plätzen sowie Betreutes Wohnen mit 14 Plätzen. Diese Angaben des Trägers stimmen mit den Zahlen aus der Pressemitteilung überein.

Wohnungsmarkt wird zum Nadelöhr

Nach Darstellung der Mitarbeiter Felix Kölle und Melanie La Fata gelingt es zunehmend schwerer, betreute Menschen anschließend in eigenen Wohnraum zu vermitteln. Deshalb sucht die Einrichtung nach bezahlbaren Wohnungen im Landkreis. Privatpersonen und Wohnungsunternehmen, die an Klienten der Wohnungslosenhilfe vermieten möchten, können sich direkt an das Haus Eliah wenden.

Zur Unterstützung gehört laut Mitteilung auch eine Wärmestube. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Dort stehen unter anderem Waschmaschine, Trockner und Schließfächer zur Verfügung. Zweimal pro Woche wird ein warmes Essen angeboten. Ein ambulanter Pflegedienst bietet außerdem eine kostenlose medizinische Wundversorgung und Erstberatung unabhängig von einem bestehenden Krankenversicherungsschutz an.

Bei dem Gespräch wurden auch Möglichkeiten zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit thematisiert. Kreisrätin Barbara Schuler verwies nach Angaben vom Wahlkreisbüro unter anderem auf Alleinerziehende, Frauen mit Gewalterfahrungen und ältere pflegebedürftige Wohnungslose, für die das Haus Eliah nicht in jedem Fall eine passende Aufnahme bieten könne. Sie forderte deshalb stärkere präventive Angebote.

Tonojan und Günter kündigten nach dem Besuch an, die angesprochenen Probleme in ihre parlamentarische Arbeit mitzunehmen. Aussagen zur weiteren politischen Umsetzung oder zu konkreten zusätzlichen Mitteln enthält die Pressemitteilung nicht.

Bild: Wahlkreisbüro Rüdiger Tonojan MdL

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