Das Pumpspeicherkraftwerk in Häusern im Kreis Waldshut darf deutlich ausgebaut werden. Das Regierungspräsidium Freiburg hat der Schluchseewerk AG das Projekt „HäusernPlus“ genehmigt. Die Turbinenleistung kann damit von rund 100 auf 150 Megawatt steigen, die Pumpleistung von derzeit 92 auf maximal 173 Megawatt. Auf die Wasserstände vom Schluchsee während der Bade- und Segelsaison soll der Ausbau nach Angaben der Behörde keine Auswirkungen haben.
Kern vom Projekt ist ein zusätzliches Schachtkraftwerk am Schwarzabecken neben der bestehenden Kraftwerksanlage. Dort sollen zwei neue Pumpturbinen eingebaut werden.
Mit dem Ausbau erhöht sich die mögliche Turbinenleistung um rund 50 Prozent. Noch stärker wächst die Pumpleistung: Sie kann von 92 auf maximal 173 Megawatt steigen.
Teil der Erneuerung der Schluchseegruppe
„HäusernPlus“ gehört zum Erneuerungsprogramm für die Pumpspeicherkraftwerke der sogenannten Schluchseegruppe. Dazu zählen die Kraftwerke Häusern, Witznau und Waldshut.
Ziel ist es nach Angaben vom Regierungspräsidium, den Schluchsee als Oberbecken effizienter zu nutzen.
Für Badegäste und Segler am Schluchsee hebt die Behörde einen Punkt ausdrücklich hervor: An der Bewirtschaftung vom Schluchsee und damit an den Wasserständen während der Bade- und Segelsaison soll sich durch das Projekt nichts ändern.
Genehmigungsverfahren dauerte eineinhalb Jahre
Die Schluchseewerk AG hatte den Antrag Ende April 2025 gestellt. Nach Angaben vom Regierungspräsidium konnte das Verfahren innerhalb von eineinhalb Jahren abgeschlossen werden.
Regierungspräsident Carsten Gabbert bezeichnet den Ausbau der Pumpspeicherkraft als wichtigen Baustein für die Energiewende in Baden-Württemberg. Das Verfahren zeige aus seiner Sicht zudem, dass komplexe Projekte unter den derzeitigen Rahmenbedingungen zügig genehmigt werden könnten.
Die jetzt getroffene Entscheidung umfasst unter anderem eine wasserrechtliche Planfeststellung. Außerdem wird die bestehende gehobene wasserrechtliche Erlaubnis für das Kraftwerk Häusern geändert.
Die Entscheidung wird den Einwendern zugestellt und vom Regierungspräsidium veröffentlicht.
Bild: Schluchseewerk AG







