Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg im September gesunken. Zum Stichtag waren 16.933 Menschen ohne Arbeit gemeldet – 484 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent zurück. Die Agentur warnt allerdings davor, darin bereits eine Trendwende zu sehen.
Besonders deutlich war die Entspannung bei jüngeren Menschen. Ihre Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Insgesamt ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen vom Agenturbezirk zurück, zu dem Freiburg sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen gehören.
Die Agentur führt den Rückgang vor allem auf saisonale Effekte zurück. Die stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Anna Melchior, spricht von einer Normalisierung nach dem unerwarteten Anstieg im vergangenen Jahr. Der Arbeitsmarkt stehe dennoch weiterhin unter Druck.
Unternehmen bleiben bei neuen Stellen zurückhaltend
Im September meldeten sich 3.928 Menschen arbeitslos, davon kamen 1.668 aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 4.408 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 1.633 von ihnen nahmen eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit auf.
Bei der Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich nach Einschätzung der Agentur weiterhin Zurückhaltung. Unternehmen meldeten im September 960 offene Stellen – neun mehr als im August und eine weniger als im September des Vorjahres.
Ende September waren insgesamt 4.237 Stellen zur Besetzung gemeldet. Das waren 271 weniger als ein Jahr zuvor. 83 Prozent der offenen Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.
Die meisten neuen Stellen wurden bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit 238 Angeboten gemeldet. Es folgten unternehmensnahe Dienstleistungen mit 189, der Handel mit 141 sowie das Gesundheits- und Sozialwesen mit 111 Stellen.
Mehr ältere Arbeitslose als vor einem Jahr
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit insbesondere bei älteren Menschen und Menschen mit Schwerbehinderung. Rückgänge verzeichnete die Agentur dagegen bei Jugendlichen, Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Langzeitarbeitslosen.
Von den Arbeitslosen entfielen 8.595 auf die Arbeitslosenversicherung nach SGB III und 8.454 auf die Grundsicherung nach SGB II.







